Neu im Amt und voller Pläne fürs explorhino

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Dr. Jana Weßing vor ihrem Arbeitsplatz.

Dr. Jana Weßing hat die Leitung übernommen und einiges vor.

Aalen. Das Erste, was sie vom explorhino mitbekam, war das kultige bunte Nashorn. Zufällig entdeckte sie das „Rhino“ im Internet. Jetzt – gut zweieinhalb Jahre später – leitet Dr. Jana Weßing (30) das beliebte Mitmach-Museum, das im März 2018 nahe der Hochschule seine Pforten öffnete und von der Stiftung Kessler & Co. für Bildung und Kultur gefördert wird. „Das Science Center wurde hier in Stadt und Region super angenommen. Die Menschen hier haben richtig Lust auf das explorhino, das spürt man“, freut sich die begeisterte Naturwissenschaftlerin.

Neuland ist das explorhino Science Center nicht mehr für die promovierte Chemikerin, die englischsprachige Krimis und Aktivreisen mag: Sie arbeitete seit Januar 2020 bereits als stellvertretende explorhino-Leiterin.

Geboren und aufgewachsen mit drei Brüdern in Essen, war nach dem Abitur (Notenschnitt: 1,0) schnell klar, wohin die Reise an der Uni gehen soll: „In der Schule fiel mir alles recht leicht, außer Chemie. Dafür musste ich was tun und lernen. Mir machte das aber großen Spaß.“ Diese Leidenschaft für Naturwissenschaften und die Freude daran, Neues zu entdecken und zu verstehen, gibt Weßing jetzt in ihrer neuen Aufgabe an die Mini-Forscher und an erwachsene Besucher weiter.

Sie schloss Studium und Promotion („summa cum laude“) an den Universitäten in Bochum und München ab, liebte die spannende Arbeit mit luftempfindlichen, anorganischen Verbindungen und Molekülen im Labor. Bei solchen Experimenten muss man sich schon was trauen, wenn etwas mal schnell Feuer fängt und schlagartig verraucht. „Aber das macht ja auch den Reiz der Chemie aus“, sagt Weßing über ihre Lehr- und Forschungszeit.

Nach der Uni entschied sie sich dann aber nicht für Forschung, Industrie oder Lehre, sondern zunächst für die Bildungsarbeit im Projekt „Discover Industry“ in Baden-Württemberg: „Das war mit viel Reisen verbunden und ein Leben aus dem Koffer. Ich wollte dann aber gerne richtig sesshaft auf der Ostalb werden.“

Der Liebe wegen zog sie zurück auf die Ostalb

Denn der Liebe wegen war die begeisterte Hobby-Sportlerin (Volleyball, Taekwondo, Paartanz, Wandern) schon 2018 auf die Ostalb gezogen, nach Oberkochen. „Ich genieße auf der Heide die Ruhe und das Grüne. Und die intensive Arbeit im explorhino mit einem extrem engagierten Team.“

Was ist das explorhino in wenigen Worten für die neue Chefin? „Anfassen, Gucken, Staunen, Erleben – und im besten Fall noch was mitnehmen und verstehen. Mit viel Spaß und Neugier die Naturwissenschaften selbst erforschen und aktiv werden an mehr als 120 Stationen und Experimenten zum Mitmachen.“

Pläne für die nächsten Jahre des explorhino

Für die Zukunft hat Jana Weßing schon klare Vorstellungen und einige Ideen parat: „Nach drei Jahren müssen wir bei den Exponaten immer wieder für Abwechslung sorgen. Wir denken dabei an mehr Events, noch mehr Kooperationen mit der Hochschule und auch an einen Escape Room mittendrin im explorhino, aus dem man sich mit viel Spaß befreien muss. Wir wollen immer wieder neue Experimente, Überraschungen und Ideen kreieren.“

Nachfolge: Weßing folgt auf Christoph Beutelspacher, der nach drei explorhino-Jahren nun im Zentrum für Digitale Entwicklung Westhausen tätig ist.

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