Neu: Kita „Marie Curie“ am Aalener Waldcampus mit 82 Plätzen

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Hier entsteht gerade das künftige Fakultätsgebäude für Wirtschaftswissenschaften auf dem Aalener Waldcampus. Daneben baut das Jugendwerk Aalen ein Studentenwohnheim. Im Gartengeschoss soll die städtische Kita "Marie Curie" im Frühjahr 2024 eröffnen.
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Die Planung der Kita im Gartengeschoss des neuen Studentenwohnheims an der Rombacher Straße wird auf fünf Gruppen erweitert.

Aalen

Der Bau des neuen Fakultätsgebäudes für Wirtschaftswissenschaften auf dem Aalener Waldcampus wächst. Daneben soll ein weiteres Wohnheim für Studierende entstehen (Bauherr ist das Jugendwerk Aalen, Anm.d.Red.), in dessen Gartengeschoss im Jahr 2024 eine neue fünfgruppige Kita an den Start gehen wird. Seit Donnerstag hat sie einen Namen: „Städtische Kita Marie Curie“.

Einstimmig begrüßte der Aalener Gemeinderat in seiner Sitzung diesen Vorschlag der Stadtverwaltung. Laut Sitzungsvorlage will die Stadt Aalen damit ein klares Bekenntnis abgeben für ein modernes Frauenbild und vor allem auch die Leistungen der Nobelpreisträgerin mit polnischen Wurzeln anerkennen, die 1898 die Radioaktivität entdeckte. Der Name entspreche zudem der pädagogischen Ausrichtung der Kita mit einem Schwerpunkt Mathematik, Information, Naturwissenschaft und Technik, sowie der angedachten engen Kooperation mit Explorhino, dem Haus der kleinen Forscher.

Ursprünglich angedacht waren vier Kita-Gruppen. Die Stadt hat nun die Planung auf eine fünfte Gruppe erweitert. Den Grund nannte Katja Stark, Leiterin des Amtes für Soziales, Jugend und Familie: Laut Bevölkerungsprognose bis zum Jahr 2025 müsse man im Quartier von einer höheren Kinderzahl im Alter von über drei Jahren ausgehen. Entsprechend steige der Betreuungsbedarf. Das Angebot werde von 62 auf 82 Plätze erweitert. Um die zusätzliche Gruppe unterzubringen, wurden Flurflächen überplant. „Wir entsprechen trotzdem noch dem Standard, den das Landesjugendamt als Voraussetzung für eine Betriebserlaubnis vorschreibt“, betonte Katja Stark. Und auch der Innenhof könne als Bildungsbereich genutzt werden.

Wie Stark weiter erläuterte, sei eine Ganztagsbetreuung für Kinder ab 0 Jahren bis Schuleintritt vorgesehen. „Die Eltern können Öffnungszeiten bis 50 Stunden pro Woche buchen.“ Alle Kinder erhielten Frühstück, ein warmes Mittagessen und zusätzlich einen Nachmittags-Imbiss. Für die städtische Kita werde in zwei Gruppen ein bilinguales Konzept angestrebt: Ein Teil der Fachkräfte spreche nur Deutsch, der andere nur Englisch.

Ende 2022 wolle man mit der Personalplanung beginnen, vorgesehen seien 15,7 Stellen und eine Hauswirtschaftskraft. „Ab Frühjahr 2023 können Eltern ihre Kinder schon anmelden“, sagte Katja Stark. Ein Jahr später, im Frühjahr 2024, werde die Kita dann an den Start gehen.

Außer Norbert Rehm (Aktive Bürger) stimmten die Gemeinderäte dieser geänderten Planung zu und lobten allesamt das erweiterte Konzept.

Timo Lorenz (SPD) und Thomas Rühl (FW) merkten trotz ihrer Zustimmung an, sie hätten sich einen „kindgerechteren“ Namen vorstellen können. Rühl sagte - wie immer bei städtischen Kita-Bauten: „Wo immer möglich, sollten wir als Stadt Aalen selbst Kindergärten bauen.“ Arian Kriesch (FDP/FW) lobte die Gruppenerweiterung als ein Beispiel für Kosteneffizienz. Norbert Rehm (Aktive Bürger) steht zur Bedeutung der Kinderbetreuung: „Ich bin dafür, dass wir überall dort, wo Bedarf ist, eine Kita bauen.“ Allerdings bemängelte er die Lage an der Rombacher Straße, der „am stärksten befahrenen Zufahrt“ zur Westumgehung. Er frage sich, ob da ein Außenspielbereich direkt neben der Straße optimal sei. Und er frage sich auch, wie dort drei vorgesehene Abfahrten auf den Waldcampus funktionieren sollen.

OB Frederick Brütting erläuterte dazu, dass der Außenspielbereich zu einem Teil auf einem umlaufenden Balkon vorgesehen sei. Und dass man zudem eine große Spielwiese bauen wolle. Brütting: „Das Gelände bekommt natürlich eine Umzäunung. Das ist auch eine der Voraussetzungen für die Betriebserlaubnis.“

Das Studentenwohnheim mit fünfgruppiger Kita im Gartengeschoss bietet am Waldcampus 110 Wohneinheiten für Studierende. Bauherr ist das Jugendwerk Aalen. Spatenstich war im November 2021. Die Fertigstellung ist für Herbst 2023 vorgesehen. Investitionssumme: rund 16,2 Millionen Euro.

Ab Frühjahr 2023 können Eltern ihre Kinder anmelden.“

Katja Stark, Amtsleiterin Stadt Aalen
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Das künftige Fakultätsgebäude für Wirtschaftswissenschaften auf dem Aalener Waldcampus, neben der Rombacher Straße.
Der am weitesten fortgeschrittene Bau auf dem Waldcampus ist das künftige Fakultätsgebäude Wirtschaftswissenschaften. Daneben soll ein weiteres Wohnheim für Studierende mit der Kita "Marie Curie" im Gartengeschoss entstehen.
Der am weitesten fortgeschrittene Bau auf dem Waldcampus ist das künftige Fakultätsgebäude Wirtschaftswissenschaften. Daneben soll ein weiteres Wohnheim für Studierende mit der Kita "Marie Curie" im Gartengeschoss entstehen.

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