Neu: mobile Sirene für Aalen

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OB Thilo Rentschler bedient eine ausgediente Sirene. Mittlerweile zählen Feuerwehrleute auf Warnsysteme und Apps.
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Das Inventar der Freiwilligen Feuerwehr Aalen wurde um drei "Mobelas" aufgestockt. Wie sie im Katastrophenfall zum Einsatz kommen.

Aalen

Ich bin ein mobiles Lautsprechersystem zur Warnung der Bevölkerung", tönt eine Frauenstimme aus einem weißen, runden Lautsprecher auf dem Dach eines Fahrzeugs der Aalener Feuerwehr. Mobela heißt die Dame. Drei Stück, befindlich in der Obhut der Abteilung Ebnat/Waldhausen, hat die Aalener Feuerwehr in ihr Inventar aufgenommen. Das System biete Vorteile, könne die bestehenden Warnmaßnahmen aber nicht zu 100 Prozent ablösen.

"Mobela können wir mobil einsetzen. Auch im Stadtgebiet", erklärt Daniel Dambacher, Kommandant der Abteilung Ebnat/Waldhausen der freiwilligen Feuerwehr Aalen. Dabei sind sowohl Durchsagen mit Mikrofon möglich, als auch vorformulierte Durchsagen, die von einer künstlichen Stimme verkündet werden. Im Sinne der Verständlichkeit, "falls mal einer zu schnell oder zu schwäbisch redet", scherzt Feuerwehrkommandant Kai Niedziella.

Lautstärken von bis zu 126 Dezibel erreicht das System, sagt die Stimme aus dem Lautsprecher. In etwa so laut wie Düsenjäger oder Presslufthämmer. Trotzdem wollen die Aalener Brandbekämpfer weiterhin auf Sirenen vertrauen. "Man kommt mit der Sirene weiter als mit der Stimme", weiß Kommandant Niedziella. Per Sirene ließe sich die Bevölkerung daher zuverlässiger warnen.

Wir können sofort Informationen und Anweisungen durchgeben.

Kai Niedziella Kommandant der Feuerwehr Aalen

Doch nicht nur mit den Mobela-Einheiten und den bekannten Sirenen soll die Bevölkerung künftig im Ernstfall gewarnt werden. Die Warn-App "NINA" solle in Zukunft ebenfalls zum Einsatz kommen. "Das ist die Sirene für die Hosentasche", sagt Niedziella. Von Vorteil bei der App: "Wir können sofort Informationen und Anweisungen durchgeben." Bei einer Sirene wisse die Bevölkerung lediglich, dass etwas passiert ist. Ob es sich um eine Bombendrohung, Hochwasser oder einen Brand handelt, könne man aus dem Signal nicht erschließen. Ein weiterer Vorteil: "Das sind amtliche Meldungen", stellt der Kommandant klar. Zivilisten können sich demnach auf die Angaben der App verlassen. Ein Nachteil: "Wir erreichen dadurch nicht alle Bevölkerungsschichten", räumt er ein.

Um 11 Uhr wird's laut in Aalen

Anlässlich des ersten nationalen Warntags, bei dem an diesem Donnerstag bundesweit um 11 Uhr Katastrophenschutzmaßnahmen getestet werden, hat sich die Aalener Feuerwehr drei Plätze herausgesucht: Das Mahnmal an der Schillerhöhe, die Schwerlastrampe am Rötenberg und das Wohngebiet Zebert/Himmlingen. Von dort aus wird um 11 Uhr ein Übungsalarm abgegeben. Um 11.20 Uhr gibts's das Signal zur Entwarnung.

Drei Mobela-Einheiten nennt die Freiwillige Feuerwehr Aalen nun ihr Eigen. In der Wache der Abteilung Ebnat/Waldhausen warten die Warnsysteme auf Einsätze. Bis zu 126 Dezibel an Lautstärke erreicht das System.

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