Neubau auf Union-Areal kann starten

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Fraktionen loben die überarbeitete Planung, freuen sich über geringere Kosten und auf die Feingestaltung.

Aalen. Jetzt ist es amtlich: Der Landkreis baut sein neues "Sozial-Landratsamt" auf dem ehemaligen Union-Areal. Das hat der Kreistag in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen.

Zwei statt drei Gebäude und ein Parkhaus statt einer Tiefgarage entstehen. Damit wird das Projekt rund 5,6 Millionen Euro billiger. Die Gebäude mit jeweils sechs Etagen werden in Holzhybridbauweise gebaut. Die Fassadengestaltung ist noch offen. Ein CO2-neutrales Gesamtkonzept für den laufenden Betrieb wird angestrebt. Barrierefreiheit und eine einheitliche Erdgeschossfußbodenhöhe zwischen den Häusern sind weitere Elemente.

Geschaffen werden 473 PC-Arbeitsplätze. Davon werden 30 zunächst an Dritte vermietet.

Kosten soll der Hochbau maximal 49,8 Millionen Euro, ohne Außenanlagen und Parkhaus. Beim Parkhaus wird mit Kosten von 26 000 Euro je Stellplatz gerechnet. Bei 162 Stellplätze wären das 4,2 Millionen Euro (brutto). Im Freien entstehen Stellplätze für Besucher sowie Fahrradabstellplätze und ein ÖPNV-Anschluss. Dies alles wird in der Konzeption der Außenanlagenplanung berücksichtigt Diese Gestaltung soll 2,41 Millionen Euro kosten, inklusive Honorar.

Im August 2022 soll die Baugenehmigung vorliegen und im Juli 2023 die Rohbauarbeiten beginnen. Im Sommer 2026 sollen die Bauten bezugsreif sein.

Sprecher aller Fraktionen lobten den Beschluss, nur für Susanne Mützel (AfD) kommt der Bau zur Unzeit und zu teuer. Sie stimmte dagegen, stand aber alleine da – weil ihr Parteikollege Dr. Frank Gläser dafür stimmte. Der Rest der AfD enthielt sich.

Für die CDU betonte Georg Ruf, dass es sich gelohnt habe, alles in Ruhe erneut zu überdenken, denn nun sei eine sehr gute Lösung gefunden worden, und Geld gespart habe man zudem.

So sieht dies auch Peter Traub (Freie). "Nun haben wir Kostenklarheit und Kostenwahrheit", sagt er. Dr. Rolf Siedler (Grüne) dankte für den "Umweg" und freut sich nun "auf die Gestaltungsarbeit, die jetzt erst richtig losgeht." Der Beschluss sei ein Grund zur Freude, für Aalen und für alle Bediensteten des Landkreises, sagte OB Thilo Rentschler (SPD). Es sei ein Kompromiss gefunden worden, der überzeuge. Roland Hamm (Linke) versuchte der AfD zu erklären, warum bauen wirtschaftlicher ist, als mieten. Vergebens. Das Projekt könne sich sehen lassen, befindet Hamm.

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