Neue Fassade für das Schulzentrum

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Die kufmännische und Technische Schule am Kreisberufschulzentrum erhalten eine neue Fassade. Foto: opo
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13 Millionen Euro veranschlagt die Landkreisverwaltung für die Modernisierung des Berufsschulzentrums. Gebaut wird unter laufendem Schulbetrieb. Anfang 2026 soll alles fertig sein.

Aalen

Beim Beruflichen Schulzentrum Aalen ist die Erneuerung der Fassade und der Fenster am gesamten Hauptgebäude (Technische Schule, Kaufmännische Schule Aalen) geplant. Wie das läuft, das erläuterte die stellvertretende Leiterin des Kreis-Geschäftsbereichs Hochbau und Gebäudewirtschaft, Corinna Stephan, am Dienstagabend dem Kreis-Finanzausschuss.

Mit einem Förderantrag hat der Ostalbkreis bereits im Oktober 2020 einen ersten Bauabschnitt der Fassadenerneuerung beim Land beantragt. Am 15. März 2021 wurde ein Zuschuss in Höhe von 3,7 Millionen Euro bei einem zuschussfähigen Bauaufwand von 6,7 Millionen Euro für diesen ersten Bauabschnitt gewährt. Dies entspricht einer Förderquote von 55 %.

Für die Gesamtmaßnahme schätzt die Kreisverwaltung den Sanierungsaufwand, der insgesamt bereits beim Regierungspräsidium Stuttgart beantragt wurde, auf rund 13 Millionen Euro. Der Ausschuss für Bildung und Finanzen hat im Juli 2021 die Planungsfreigabe für die Erneuerung der Fassade erteilt und ein Wettbewerbsverfahren zur Ermittlung eines Generalplaners angestoßen.

Die Verwaltung hat dieses EU-weite Wettbewerbsverfahren inzwischen mit dem Büro Brenner Architekten und Ingenieure (Ellwangen) vorbereitet und durchgeführt. Im Verfahren wurden Konzepte für die Fassadenkonstruktion abgefragt, die die Grundlage der weiteren Planung darstellen. Die Themen Wirtschaftlichkeit, Brandschutz, Bauphysik, energetische Qualität und Statik stellten die wesentlichen Kriterien bei der Beurteilung der Arbeiten dar, erklärte Stephan.

Nachts wird gelüftet

Sechs Bewerber waren am Ende noch im Rennen. Das Preisgericht aus hochkarätigen Experten hat am Ende der Planergemeinschaft Benkert Schäfer Architekten (München), Rathmann und Partner Fassadenplanung (Würzburg), Tragraum Ingenieure (Nürnberg) den ersten Preis zugesprochen.

Das energetische Konzept in Form von öffenbaren Fensterflügeln zur Nachtauskühlung hat die Jury überzeugt. „Die großformatigen Fensterflügel mit optimalem Lichteinfall behalten die Architektursprache des Baukörpers bei und erhalten zudem die vorhandenen außenliegenden Fluchtbalkone“, sagte Stephan.

Der Kreis-Finanzausschuss folgte einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung und beauftragte die Planergemeinschaft mit dem Projekt. Die Planung kann damit im August 2022 starten und voraussichtlich bis Frühjahr 2023 abgeschlossen werden. Nach der Prüfung der Entwurfsplanung und Kostenberechnung könnte darauf aufbauend im Sommer 2023 ein Baufreigabebeschluss durch den Kreistag getroffen werden. Die Baufertigstellung könnte dann voraussichtlich bis Anfang des Jahres 2026 erfolgen, erläuterte Stephan den zeitlichen Rahmen.

Die Arbeiten an der Fassade laufen während des Schulbetriebs. Das stellt eine Herausforderung dar. Klassen und Unterricht müssten umorganisiert werden. Das werde schwierig, sei aber unvermeidlich, hieß es.

Für die CDU bemerkte Georg Ruf, dass es gut war, einen Wettbewerb auszurichten. Der habe vielfältige Vorschläge gebracht, die sorgsam abgewogen wurden. Er wollte wissen, ob die Gesamtsumme von 13 Millionen ausreiche, und ob es weitere Chancen auf Zuschüsse gebe. 13 Millionen, das sei „sportlich“, antwortete Kreiskämmerer Karl Kurz. Der Kreis könne aber einen Bauabschnitt 2 schaffen, um eine weitere Förderung zu erhalten.

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