Neuer Impuls für die Ökumene

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Einzug in die Salvatorkirche beim Abschlussgottesdienst des 5. ökumenischen Kirchentags, den die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, kurz ACK, veranstaltet hat. Pfarrer Wolfgang Sedlmeier und Dekan Ralf Drescher (von links) an der Spitze.
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Wie mit einem Festgottesdienst in der Aalener Salvatorkirche eine Woche im Zeichen von Glauben, Miteinander und Respekt endet.

Aalen

Der 5. ökumenische Kirchentag in Aalen ist am Sonntag mit einem Festgottesdienst in der Salvatorkirche und corona-bedingt "nur" 140 Gästen zu Ende gegangen. Die Feier steht – wie der Kirchentag selbst – unter dem Motto "Du hast mein Wort". Das Leitmotiv greifen Baptisten-Pastor Matthias Harsányi in der Lesung sowie Dekan Ralf Drescher und Pfarrer Wolfgang Sedlmeier in der Predigt auf.

Pfarrer Bernhard Richter und der katholische Pastoralassistent Hans-Christian Richter ordnen den Aalener Kirchentag ein und resümieren: "Kein Virus dieser Welt kann die Ökumene aufhalten", sagt Hans-Christian Richter. "Der Kirchentag bringt neuen Schwung in die Ökumene, setzt neue Impulse", so dessen evangelischer Namenskollege. Die ökumenische Bewegung ziehe weiter in gemeinsamen Projekten. Der Kirchentag 2020 sei Aufbruch ins nächste Jahrzehnt.

Mit einem "Wortwechsel" führen der katholische Pastoralassistent Hans-Christian Richter, Theresa Kempf, Felix Renner und Nicole Ihl kreativ ins Thema "Wort" ein. Leitfaden ist die Schöpfungsgeschichte. Es fallen Sätze wie "am Anfang war das Wort", "auf Worte folgen Taten", "du hast mein Wort" oder "lebendig ist das Wort Gottes".

Pastor Matthias Harsányi liest aus dem Lukasevangelium (5, 1-11) die Geschichte vom wunderbaren Fischfang am See Genezareth. "Der Fischfang des Petrus markiert den Beginn einer großartigen Bewegung", sagt Dekan Ralf Drescher. Die Geschichte sei ein Beispiel dafür, wie wichtig es sei, sich ermutigen zu lassen und nicht zu resignieren. Petrus habe Wort und Tat in die Welt getragen. "Heute, 2000 Jahre später, sind wir in der gleichen Situation", sagt Drescher und verweist auf viele Kirchenaustritte. Und der Kirchentag in Aalen hätte wegen der Pandemie fast nicht stattgefunden. "Man braucht uns in dieser Welt, in der die Kirchen vieles im Verborgenen leisten", sagt der Dekan und wertet den Kirchentag als Impulsgeber.

Kein Virus dieser Welt kann die Ökumene aufhalten.

Hans-Christian Richter Pastoralassistent

Pfarrer Wolfgang Sedlmeier hebt die Ökumene hervor und spricht von Geschwisterliebe und Respekt. Der Theologe ordnet das Geschehen am See Genezareth ein ins Wirken Jesu. Sedlmeier erläutert zudem die Bedeutung für die Christen.

"Dieser Tag ist ein feierlicher Schlusspunkt von zwei Jahren Vorbereitung", sind sich der Pfarrer Bernhard Richter und Pastoralassistent Hans-Christian Richter zum Auftakt des Gottesdienstes einig.

Die beiden Initiatoren des Kirchentags erinnern an die Veranstaltungen der vergangenen Woche. "Da hat es für jeden etwas gegeben." Für Frühaufsteher das Morgenlob beispielsweise und für Familien den Tag beim Aufwindhof, wo Familien Kirche neu hätten erleben können. Der Kirchentag habe im Zeichen von 25 Jahre ökumenischer Hospizdienst gestanden und habe Frauen in der Kirche zum Thema gemacht. Dass dies trotz der Pandemie alles möglich war, sei dem Engagement "der beiden Richters" zu verdanken, sind sich Sedlmeier und Drescher einig.

Den Gottesdienst musikalisch umrahmt haben die Schola unter Leitung von Hans-Peter Haas sowie Konrad Bader an der Orgel.

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