Neuer Ort für Wohnmobile

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Wohnmobilisten, die in Aalen Station machen wollen, sollen künftig an der Osterbucher Steige unweit des Thermalbads acht Stellplätze (im Bild rechts) und eine Versorgungsstation vorfinden.
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Für die Verlegung der Wohnmobilstellplätze vom Hirschbach an die Osterbucher Steige signalisieren die Fraktionen ein mehrheitliches Votum.

Aalen

Die Wohnmobilstellplätze im Aalener Hirschbach sollen an die Osterbucher Steige verlegt werden. „Auslöser für den angestrebten Ortswechsel ist ein Antrag der CDU-Fraktion aus dem Jahr 2019“, erinnert Wolfgang Steidle im Gemeinderatsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik, kurz AUST. Der Erste Bürgermeister spricht auch von Nutzungskonflikten; etwa während der Bauphase des künftigen Kombibads. Die Planung sieht nun bei den Limesthermen eine Versorgungsanlage für bis zu zwölf Wohnmobile vor. Die Kosten dafür sind auf 150 000 Euro veranschlagt. Ob das so realisiert wird, entscheidet der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 20. Mai.

Die Fakten: Die Stellplätze beim ehemaligen Hirschbachfreibad sind nicht unumstritten. In der Vergangenheit gab es immer wieder Probleme – Klagen der Anwohner wegen der Frequenz, mit den Nutzern selbst wegen der Dauer und wegen des Mülls, der nicht immer entsprechend entsorgt wurde. Bei den Limesthermen indessen existieren bereits Wohnmobilstellplätze sowie eine provisorische Versorgung. Diese soll nun für bis zu zwölf Wohnmobilplätze ausgebaut werden. „Die Osterbucher Steige ist ein attraktiver Ort“, betont Steidle und versichert, dass der städtische Ordnungsdienst in Zukunft dafür sorgen werde, dass dort „alles in Ordnung bleibt, auch wenn das Thermalbad geschlossen ist“.

Das sagen die Grünen: Für den aktuellen Stadtort im Hirschbach plädiert Michael Fleischer. „Es ist falsch, die Wohnmobilstellplätze zu verlegen.“ Der Grünen-Sprecher verweist auf „die kurzen Wege“ zum Kombibad, zur Aalener Innenstadt und zu Gastronomie. Fleischer betont, dass man den Nutzungskonflikten entgegensteuern könne. Und da das angedachte Sportvereinszentrum im Hirschbach nicht realisiert werde, sehe er keine Notwendigkeit, die Stellplätze zu verlegen, weshalb Fleischer signalisierte, dass die Grünen bei der Abstimmung im Gemeinderat gegen die Verlegung votieren werden.

Dafür plädiert die SPD:In der Verlegung der Stellplätze sieht Karl-Heinz Vandrey nur Vorteile. Die Wohnmobilisten könnten die Thermen nutzen, um zu duschen; zudem würden dort keine Anlieger belästigt. Wenn nun noch die Frequenz des ÖPNV erhöht werde, um die Anbindung an die Stadt zu verbessern, sei dies der sinnvolle Weg. Die SPD-Fraktion stimme dem Vorhaben, wie die CDU als Antragstellerin, zu.

Die Freien Wähler signalisieren, wie Claus Albrecht ausführt, ebenfalls Zustimmung. Der Fraktions-Vize lobt die Verlegung in den Naherholungsbereich und betont, dass der „ÖPNV dort gut getaktet ist“.

Für die FDI, Fraktion zur Durchsetzung des Informationsrechts, erklärt Norbert Rehm, dass man auch den Bestandsplatz im Hirschbach attraktiv machen könne; vor allem mit Hinblick auf das künftige Kombibad – inklusive seiner Duschmöglichkeiten. Städtisches Personal könne bei Bedarf ordnend eingreifen. Dann sei dieser Standort zu favorisieren.

Das meint die AfD: Emil Pöltl macht deutlich, dass der Standort an den Thermen der bessere sei. Der AfD-Fraktions-Vize meint allerdings, dass es optimal wäre, wenn beide Standorte parallel betrieben würden.

Die Osterbucher Steige ist ein attraktiver Ort.“

Wolfgang Steidle, Erster Bürgermeister

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