Neustart in der Johanniskirche

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Neustart in der Johanneskirche nach langer Unterbrechung.

Eine große Gemeinde ist dabei, als der neue Parament erstmals den Altar beim Gottesdienst schmückt. Was sich hinter dem kunstvoll gestalteten Bildnis von Edeltraud Gärtner und Dr. Magdalene Gärtner verbirgt.

Neustart in der Johanneskirche nach langer Unterbrechung mit Kirchenmusikdirektor Thomas Haller an der Allgeyer Orgel.
Neustart in der Johanneskirche nach langer Unterbrechung.

Aalen

Seit dem Vorabend des Toten- und Ewigkeitssonntages im November 2021 konnte kein Gottesdienst mehr in der Johanneskirche stattfinden. Daher war der Samstag vor dem Palmsonntag in gewisser Hinsicht ein Neustart. Dekan Ralf Drescher konnte bei diesem eine große Gemeinde begrüßen, was aber auch der Tatsache geschuldet war, dass ein neues Parament den Altar der Kirche schmückte und an diesem Neustart seiner Bestimmung übergeben wurde.

Edeltraud Gärtner und ihre Tochter Dr. Magdalene Gärtner hatten dieses Parament kunstvoll angefertigt. Dekan Ralf Drescher dankte den beiden Künstlerinnen anerkennend und überreichte ihnen einen Blumenstrauß. Drescher sprach von einer liturgischen Aufwertung des Raumes und der Gottesdienste, die nun wieder regelmäßig in St. Johann gefeiert werden können.

Erlösung der Menschheit

In ihrer Erläuterung des Paramentes ging Magdalene Gärtner von der zentralen Stellung Christi aus, dessen Kreuz in der Mitte für die Erlösung der Menschheit stehe.

„Ichtys“, das griechische Wort für Fisch, dem Symboltier der frühen verfolgten Kirche, gehe mit jedem einzelnen Buchstaben die wichtigsten Elemente an: Christus, Gottes Sohn und Retter.

Die weitere bildliche Darstellung des Paramentes führe zum Abendmahl, das schon in der mittelalterlichen Altarwand der Kirche seine bildlichen Spuren hinterlassen habe. Das Schiff der Gemeinde steure in die christozentrische Mitte des Bildes, aus der Kraft und Trost hervorgehe.

In seiner Predigt ging Pfarrer Bernhard Richter auf dieses Parament ein und schlug die Brücke zur Karwoche ein, die den Menschen die Chance einräume, zu überlegen, was wirklich im Leben wichtig sei. So wie im Parament Christus die Mitte sei, so sollte dies auch im Leben gelingen.

Dabei sei wichtig, dem Leiden nicht davonzulaufen, sondern aus dem Kreuz Jesu die Kraft empfangen, die uns dazu befähigt, anderen in ihrem Leiden zu helfen, so wie in diesen Tagen den Flüchtlingen, die zu uns kommen.

Pfarrer Bernhard Richter und Dekan Ralf Drescher danken Edeltraud Gärtner und Dr. Magdalene Gärtner für den neu gestalteten Parament.

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