Noch mehr Arbeit für DRK-Mitarbeiter

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Die SPD beim DRK-Kreisverband (von links): Matthias Wagner, Andreas Stoch, Dr. Eberhard Schwerdtner, Dr. Carola Merk-Rudolph und Markus Schmid.

Wegen Corona haben die Mitarbeiter des Kreisverbandes mehr zu tun als ohnehin schon. SPD-Politiker loben das DRK für Hilfe beim Impfen und kritisieren die Landesregierung.

Aalen

Die Leistungen der Mitarbeiter des Kreisverbandes Aalen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), aber auch deren Sorgen waren Themen beim Besuch des SPD-Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Andreas Stoch und der Landtagskandidatin Dr. Carola Merk-Rudolph in den neuen Räumen des Kreisverbands. Vorsitzender Dr. Eberhard Schwerdtner und Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner erläuterten den Besuchern die Arbeit des DRK.

Neben Stoch und Merk-Rudolph waren auch Zweitkandidat Markus Schmid und Helmut Gentner, Wahlkampfleiter der Kandidatin und selbst im Rettungsdienst tätig, Teil der Delegation. Die Mitarbeiter des DRK und der anderen Hilfsorganisationen leisteten schon in "normalen" Zeiten Unglaubliches – unter anderem im Rettungsdienst und in der Altenpflege. "Aber in diesen Pandemiezeiten tun die vielen Ehrenamtlichen des Kreisverbandes in allen Bereichen noch einmal mehr", sagte Wagner. Er betonte, dass die Politik auch nach der Pandemie nicht vergessen dürfe, den Ehrenamtlichen finanzielle Anerkennung zu leisten und die Hilfsorganisationen technisch gut auszustatten. Zudem müsse mehr barrierefreier Wohnraum für ältere Menschen als "betreutes Wohnen" gebaut werden. Stoch bezeichnete die Kombination aus Haupt- und Ehrenamt als "ein gut funktionierendes System für die Gesellschaft".

Carola Merk-Rudolph sprach die derzeitige Impfsituation alter Menschen an, die nicht in Pflegeheimen leben. Da helfe das DRK mit den Impfteams der Landesregierung gerade aus der Bredouille, "denn das Sozialministerium hat das verpennt", wie Stoch ergänzte. Ebenso wie die Kultusministerien und das Gesundheitsministerium nicht für die rechtzeitige Organisation von Schnelltests für Lehrer und Betreuer in Kitas gesorgt hätten, wie Merk-Rudolph anmerkte. "Was jetzt das DRK an verschiedenen Stellen im Kreis anbietet", sagte Wagner.

Weitere Themen waren die Finanzierung neuer Rettungswagen, wo das Land bei der Förderung "zu viel in Technik und Planung reinrede", wie Wagner sagte, und eine geplante App, um die Rettungskette zu verkürzen. Mit dieser könnten freiwillige Ersthelfer aus der Bevölkerung bei Notfällen eine Meldung erhalten, und noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte Hilfe leisten. Hier wünscht sich Wagner Unterstützung von den Krankenkassen und dem Land.

Die Politik darf nicht vergessen, den Ehrenamtlichen finanzielle Anerkennung zu leisten.

Matthias Wagner Kreisgeschäftsführer

Stoch und Merk-Rudolph sprachen sich ebenso wie Schwerdtner für eine Aufnahme von Unterricht in Erster Hilfe in den Schullehrplan und für Schulungen möglichst vieler Menschen aus. "Auch nach Corona müssen notwendige Dinge gemacht werden, es darf nicht zu viel gespart werden", sagte Stoch.

Jürgen Eschenhorn

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