Öffnungen in Sicht: Mit dem Aalener Bändchen einfacher Innenstadt erleben

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Es könnte mehr lossein in der Aalener Innenstadt. Wenn es die Corona-Zahlen zulassen, möchten die Stadt und der ACA in der kommenden Woche durchstarten. 
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Aalener Service-Modell soll einkaufen und den Besuch von Gaststätten und Cafés einfacher machen, wenn Einschränkungen weniger werden.

Aalen. Vielleicht schon ab Dienstag, spätestens aber ab Mittwoch soll das Einkaufen in Aalen wieder besser möglich sein. Das liegt an der „erfreulichen Entwicklungen bei den Inzidenzen“, wie Stadtsprecherin Karin Haisch am Freitag erklärte. Stadt und der Verein Aalen City Aktiv (ACA) haben sich – rechtzeitig zu damit einhergehenden Lockerungen – das „Aalener Servicemodell“ ausgedacht, damit es für Besucherinnen und Besucher einfacher wird, Geschäfte und später vielleicht auch Gaststätten zu besuchen. Auch bietet der ACA flankierende Maßnahmen, damit der Besuch für Kundinnen und Kunden und auf der anderen Seite für die Betriebe „so bequem und einfach wie möglich“ gestaltet wird. Wichtig dabei sind Test. Und ein Bändchen.

Die Lage derzeit: Geschäfte, die nicht privilegiert sind, können nur über Lieferdienste oder per „Click & Collect“, also online bestellen, dann abholen, Waren verkaufen.

Die Lage in der kommenden Woche: Für die kommende Woche, vielleicht schon ab Dienstag, spätestens aber am Mittwoch, rechnet die Stadt damit, dass es die Corona-Zahlen zulassen, „Click & Meet“-Konzepte anzubieten, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann am Freitag. Denn dann, so sieht es zumindest derzeit aus, gab es an fünf Werktagen in Folge eine Inzidenz von weniger als 150. Liegt der Wert zwischen 150 und 100, dann geht „Click & Meet“. Das bedeutet, dass sich Kunden in Geschäften und Betrieben anmelden und danach einkaufen können, wenn sie einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest haben und eine medizinische Maske tragen. Die Geschäfte müssen sich darum kümmern, dass sie ein Hygienekonzept haben und nur eine Person auf 40 Quadratmeter Ladenfläche im Geschäft sein kann. Das ist nicht nur in Aalen so. Das gilt landesweit.

Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgeht.“

Josef Funk ACA-Vorsitzender

Das Aalener Servicemodell basiert auf drei Stufen. Punkt eins sind die Testkapazitäten. Für die Kernstadt sei es gelungen, elf Schnellteststationen auf die Beine zu stellen, berichtet ACA-Citymanager Reinhard Skusa. Fünf davon gebe es in der Innenstadt. Die Zahl wolle man noch ausbauen auf acht. Hinzukämen Teststationen in Arztpraxen und Apotheken in der Kernstadt sowie in Fachsenfeld und Dewangen. „Dazu kommen noch alle Firmen, die ihren Mitarbeitern Tests anbieten“, auch diese Angebote könnten genutzt werden.

Bänder in verschiedenen Farben sollen Besuche vereinfachen.

Das Bänderkonzept: Damit Kunden nicht in jedem Geschäft einen Test vorlegen müssen, will der ACA zusammen mit der Stadt – Punkt zwei – ein Bänderkonzept einführen, „ähnlich den Bändle, die man von Festivals oder anderen großen Veranstaltungen her kennt“, wie Skusa erklärt. Jede Teststation und jeder Betrieb erhalte die Bänder in verschiedenen Farben. Der Vorteil: „Die Besucherin oder der Besucher muss sich nur an einer Teststation oder einem Betrieb mit einem negativen Test ausweisen oder nachweisen, dass er geimpft ist oder das Virus hatte und genesen ist“, erklärt Skusa den Vorteil aus seiner Sicht. Daraufhin erhalte der Kunde ein Einlassband, mit dem er an diesem Tag jede Einrichtung im gesamten Stadtgebiet betreten darf. Dabei werde das Einlassband jeden Tag in einer anderen Farbe ausgeteilt und zusätzlich mit dem aktuellen Datum darauf. Es ist zudem mit dem Logo der Stadt und dem des ACA bedruckt. Wichtig sei zudem, dass das Einlassband von der zuständigen Stelle angebracht wird, um eine Weitergabe an Dritte zu unterbinden. Skusa ist sich dessen bewusst, dass dieses Konzept nicht „absolut fälschungssicher“ ist. „Wir setzen aber schon auch auf das Verantwortungsgefühl der Bürger“, sagt Skusa.

Begleitende Aktionen: Begleitend zur Wiedereröffnung in der kommenden Woche seien, Punkt drei, ergänzende Marketingaktionen“ von Aalen City aktiv und der Stadt geplant. „Sobald die Betriebe wieder öffnen dürfen, werden Banner und Plakate in der Stadt aufgehängt“, kündigt Skusa an. Außerdem sollen wieder Blumenkübel in der Stadt verteilt und ein Gewinnspiel gestartet, werden, bei dem man einen Gutschein gewinnen kann.

Weitere Lockerungen: Sollten die Zahlen weiter nach unten gehen, so können bei einer stabilen Inzidenz zwischen 50 und 100 Gastronomie und Kultur öffnen. Darauf hoffen alle Akteure. Auch die Bereiche Gastro und Kultur könnten vom neuen Konzept profitieren – und der Handel im Umkehrschluss davon, dass die Gastronomie Menschen in die Stadt lockt. „Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgeht“, sagt der ACA-Vorsitzende Josef Funk, Chef des Modehauses Funk – und hofft, dass dies für die Gastronomen auch bald gelte. Denn für eine Inzidenz zwischen 50 und 10 gilt: Gastronomie darf von 6 bis 21 Uhr öffnen – innen ein Gast auf 2,5 Quadrater, Tische mit 1,5 Meter Abstand, außen gelten die AHA-Regeln.

Dienstag oder Mittwoch? Ob am Dienstag oder Mittwoch geöffnet werde, diese Entscheidung sei gerade beim Landratsamt in Klärung, sagte Bürgermeister Ehrmann. Am Samstag, spätestens aber am Montag wisse man Bescheid.

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