Oh du Nachhaltige!

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Weihnachtsgeschenke nachhaltig verpacken.
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Vom Geschenkpapier bis zum Christbaum: Überall lassen sich CO2 und Energie einsparen. Wir haben fünf Tipps für Sie.

Aalen

Oh Du Fröhliche, oh Du Nachhaltige (…) Weihnachtszeit: Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch des Konsums. Wie schaffen Sie es, das Öko-Christkind glücklich zu machen? Ein paar Tipps:

Geschenkpapier: Was Mütter oder Omas früher gemacht haben, ist jetzt wieder im Trend – oder zumindest gut für die Umwelt. Denn Geschenkpapier kann, wenn es noch gut aussieht, wiederverwendet werden. Keine Sorge, bügeln müssen Sie es nicht mehr, das verbraucht ja wieder Energie … Verpackt werden können Überraschungen auch in (gelesenen) Zeitungen, alten Stadtplanern oder Kalender- und Notenblättern. Wer Zeit hat, kann nette Worte aufs Paket schreiben oder dieses mit Stempeln verschönern. Wenn es Geschenkpapier sein muss, dann Recyclingpapier – zu erkennen am „Blauen Engel“ - oder klassisches Packpapier. "Dieses Papier nutzt keine Holzfrischfasern und braucht bei der Herstellung weniger Wasser und Energie", so das Umweltbundesamt. Kunststoff- oder Metallfolien sowie beschichtete Papiere sind demnach schlecht recycelbar.

Zum Umwickeln eignen sich Stoffstreifen oder Bastgarn, und wer sein Geschenk dekorieren will, kann beim Waldspaziergang Zweige & Co. sammeln.

Deko: Bei Lametta schlägt das Öko-Christkind (fast) immer die Hände über dem Kopf zusammen – zumindest bei den bleihaltigen Modellen. Mit den Weihnachtsbäumen gelangen die Fäden in die Kompostier- und Verbrennungsanlage und das giftige Blei wird in der Umwelt verteilt. „Es kann über den Luft- oder den Nahrungspfad auch den Menschen erreichen. Blei ist besonders für Kinder gefährlich, da es die Intelligenzentwicklung beeinträchtigt“, teilt das Umweltbundesamt mit. Wie Sie das Öko-Christkind glücklicher machen: Wenn Sie Lametta aus Aluminium oder Kunststoff mehrfach verwenden. Hat es ausgedient, muss es in den Restmüll; bleihaltiges Lametta in den Sondermüll. Verzichtet werden sollte auf Schnee-, Gold-, Kupfer- oder Silbersprays.

Das Essen: Nein, Sie müssen kein vegetarisches oder veganes Gericht kochen. Wenn es aber eine Gans sein soll, dann sollten Sie auf regionale, artgerechte und ökologische Herkunft achten. Wer Bio-Gänse oder Fleisch von Gänsen mit der Bezeichnung „Freilandhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“ oder „bäuerliche Freilandhaltung – unbegrenzter Auslauf“ kauft, ist auf der sicheren Seite, dass sein Tier aus tiergerechter Haltung stammt. Dies teilt die Verbraucherzentrale mit. Es lohnt sich, grundsätzlich weniger Fleisch zu essen, dann kann es an Weihnachten auch mal ein Festtagsbraten sein. „Unser Fleischkonsum hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt: Treibhausgasemissionen, Nitrat im Grundwasser, Ammoniak in der Luft und Antibiotika im Boden sind nur einige Beispiele“, so das Umweltbundesamt.

Wer sein Menü plant, sollte auf saisonales Obst und Gemüse setzen oder auf getrocknete Hülsenfrüchte. Saison im Dezember haben etwa Chicorée, Feldsalat, Grün- und Rosenkohl, Möhren und Spinat; Äpfel und Birnen sind als Lagerware aus deutschem Anbau erhältlich.

Wichtig: Reste nach dem Weihnachtsmenü nicht wegwerfen, sondern einfrieren oder in den kommenden Tagen essen. Denn für jedes Nahrungsmittel werden Ackerfläche, Wasser und Energie verbraucht, das belastet die Umwelt.

Strom sparen: Wer beim Plätzchen backen Strom sparen will, stellt den Ofen auf Umluft ein, dann kann auf mehreren Ebenen gleichzeitig gebacken werden. Wer auf das Vorheizen verzichtet, kann laut Verbraucherzentrale bis zu 20 Prozent Energie sparen.

Bei längerer Backzeit können Sie den Ofen zehn Minuten früher ausmachen, die Restwärme reicht bis zum Ende der Backzeit aus.

Christbaum oder Plastiktanne : Ja, die Sache mit dem Weihnachtsbaum… Knapp 30 Millionen Exemplare werden laut Umweltbundesamt jährlich in Deutschland verkauft. In Christbaumkulturen werden demnach oft Insektiziden, Herbiziden und Mineraldünger eingesetzt. „Das schadet den Böden, Gewässern und Ökosystemen. Nicht zuletzt kann es auch die menschliche Gesundheit belasten, wenn der mit Chemikalien behandelte Weihnachtsbaum mitten im Wohnzimmer steht“, so das Umweltbundesamt. Wer auf Nummer sicher gehen will, wie der Christbaum gewachsen ist, fragt direkt bei den Verkäuferinnen und Verkäufern in der Region nach. Erkennen können Sie Öko-Bäume an diesen Siegeln: Bio-, Bioland-, Naturland-, Demeter- oder FSC-Siegel. Gut für die Umwelt allemal: Einen Baum aus der Region kaufen – das spart Transportwege und unterstützt die lokale Wirtschaft.

Nordmanntannen sind zwar beliebt, aber nicht heimisch. Das Saatgut der Nordmanntanne wird meist in Georgien geerntet. Weißtanne oder Fichte wachsen in unseren Wäldern – und sehen auch im Wohnzimmer schön aus.

Die „echte“ Tanne hat im Gegensatz zum Plastikbaum die Nase vorn. Studien aus Kanada und den USA zeigen, dass der Plastikbaum zehn bis 20 Jahre genutzt werden müsste, bis die Ökobilanz auf dem Niveau eines Weihnachtsbaumes ist – so lange halten die meisten Exemplare aber nicht. Zudem werden die meisten Plastikbäume in China hergestellt und enthalten fossile Rohstoffe.

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