Ohne Meteoriteneinschlag gäbe es noch heute Dinosaurier

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Die Kinder-Uni hat am Samstag mit dem Thema "Tropisches Klima und Eiszeiten in Aalen" die Zeit rückwärts beleuchtet.

Aalen

Je mehr Leben auf der Erde ist, desto spannender ist es" sagt Professor Dr. Ulrich Holzbaur am Samstag bei der Kinder-Uni im Experimente-Museum explorhino. Tropisches Klima und Eiszeiten in Aalen sind sein Thema, zu dem er fast 90 Kinder und einige Eltern in der Aula begrüßen konnte. Anhand eines Zeitstrahls und einem "Meterstab der Zeitgeschichte" nahm er das Publikum mit bis in eine Zeit, die zunächst eher unspektakulär war, da es noch kein Leben auf der Erde gab.

Im hier und jetzt, wo die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft mit 17 Nachhaltigkeitszielen der UN auch die folgenden Generationen schützen soll, ist davon nichts mehr zu spüren. Denn auch wenn es in der Vergangenheit ständig Klimaveränderungen gegeben hat, so Holzbaur, so schnell wie zur Zeit sei es noch nie gegangen.

Doch was ist Klima, wie verändert es sich? Holzbaur macht deutlich, dass alles mit Zeit zusammenhängt. Als Beispiel lässt er ein Pendel schwingen und die Kinder der Reihe nach klatschen. Aber immer zeitversetzt. So versucht er zu demonstrieren, was bei einer Verdopplung der Zeit, angefangen von vor 50 Jahren, bis zum angenommenen Urknall passiert.

Wäre es damals nicht zu diesem Ereignis gekommen, würden heute noch Dinos umherziehen.

Ulrich Holzbaur Hochschulprofessor

Mit einem Globus demonstriert der Professor die Verschiebung der Kontinente. So wird auch verständlich, warum das Klima ist, wie es ist. Das hat mit dem Golfstrom zu tun, macht er deutlich, der nach dem Auseinanderdriften der Kontinente seinen Einfluss geltend macht.

Zurück auf seinem Zeitstrahl erklärt er, wie durch einen Meteoriteneinschlag vor Millionen Jahren so viel Staub in die Atmosphäre gelangt war, dass die Sonne nicht mehr durchdringen konnte und die Eiszeit begann. Die Dinos waren dann weg. "Wäre es damals nicht zu diesem Ereignis gekommen, würden heute noch Dinos umherziehen", so Ulrich Holzbaur. "Aber dann hätte sich der Mensch nicht so entwickeln können", gibt er zu bedenken. Die Schwäbische Alb habe sich langsam entwickelt. Bis heute zeugten Versteinerungen aus dieser Zeit, was hier kreuchte und fleuchte.

Wegen Corona konnten die jungen "Forscher" Ulrich Holzbaur nicht über die Schulter schauen, sodass er seine Versuche mit der Kamera auf die Leinwand produzierte. Die Kinder bekamen dennoch einen Eindruck, wie alles begann und wie wichtig es ist, unsere Erde zu schützen und zu bewahren.

Die Kinderuni in Aalen

Infos Wie kommen Bücher, die man im Internet bestellt, zu uns nach Hause? Was haben Geowissenschaften mit Nachhaltigkeit zu tun? Und was ist Licht? Diesen und weiteren Fragen geht das explorhino im Wintersemester in der Kinder-Uni nach. Infos gibt's unter www.explorhino.de

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