Ohne Waffen Frieden schaffen

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Der evangelische Pfarrer Bernhard Richter forderte in seiner Ansprache zum Antikriegstag die Menschen auf, geschlossen gegen Rassismus aufzutreten.

zum Antikriegstag am 1. September vor dem Aalener Rathaus – Mahnung an die Regierung und Aufruf gegen Rechts.

Aalen

Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Vor 79 Jahren hat die deutsche Wehrmacht Polen überfallen und damit den Zweiten Weltkrieg besiegelt. Vor 400 Jahren begann der 30-jährige Krieg. Daten und Fakten, die der evangelische Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter am Samstag in seiner Begrüßung zum Antikriegstag vor dem Rathaus aufzählte.

Der Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbunds hatte am Samstag zu dieser Kundgebung aufgerufen, die während des Wochenmarktbetriebes einige Interessierte zum Zuhören veranlasste, hauptsächlich aber aus Mitgliedern diverser Organisationen, Kirchen, SPD und Aktivisten bestanden haben dürfte.

Als Vorsitzender des DGB Kreisverbandes sagte Josef Mischko: "Nie wieder Krieg! Abrüsten, statt aufrüsten! Gegen Hass, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus!" Das war gleichzeitig auch der Titel am Antikriegstag 2018.

Nie wieder Krieg!

Josef Mischko DGB-Kreisvorsitzender

Fröhliche Menschen, so Pfarrer Richter, könne man auf dem Wochenmarkt sehen, doch der Anlass der Kundgebung sei alles andere als fröhlich. Die Kriege der Vergangenheit, aber auch die aktuelle Lage in Chemnitz nahm er zum Anlass, die Menschen zur Geschlossenheit, zum Zusammenstehen in Wort und Tat zu ermutigen.

Josef Mischko griff diese Gedanken auf und machte deutlich, dass "Rechte" in Aalen nichts verloren hätten. Dies gab er auch der Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier mit auf den Weg, die die besondere Stimmung der Veranstaltung mit nach Berlin nehmen solle. Mischko betonte, dass Deutschland Kriegspartei sei, auch wenn das offiziell so nicht benannt werde. Er verlangte, die Rüstungsexporte und das militärische Hochrüsten zu stoppen. Weiter gab er zu bedenken, dass die deutsche Bundesregierung mit 70 Milliarden Euro doppelt so viel für Rüstung ausgeben wolle als bisher. Er forderte stattdessen eine friedliche Außenpolitik und die Unterstützung von Friedensaktivitäten.

Der katholische Betriebsseelsorger Rolf Siedler steuerte mit Liedern weitere nachdenkliche Texte bei und begleitete die Kundgebung, deren Teilnehmer sich anschließend in der Stadtkirche zum Friedensgebet trafen.

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