Oliver Pocher wirbelt mit dem Roten Kreuz in Aalen

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Der Besuch des Comedians sorgte für einige Lacher. Notfallsanitäter Helmut Gentner erzählt.

Aalen "Das war ganz spontan", berichtet Helmut Gentner. Eigentlich sollte der Aalener Notfallsanitäter dem Comedian den Rettungswagen zeigen, daraus wurde ein rund dreistündiger Dreh inklusive Besuch bei den Senioren im Betreuten Wohnen. Wer am vergangenen Freitag bei "Gefährlich ehrlich" eingeschalten hat, erlebte nicht nur ein Revival des Formats "Rent a Pocher", sondern konnte bekannte Aalener Gesichter sehen.

Oliver Pocher, der zurzeit durch seine Videos auf Instagram und den im TV ausgetragenen Streit mit Schlagersänger Michael Wendler auf sich aufmerksam macht, war zu Gast beim Roten Kreuz in Aalen. "Er wollte auch zum Thema Corona einer Hilfsorganisation seine Wertschätzung in seiner bekannten kritsch-lustigen Art zeigen", so Gentner und resümiert: "Es war ein eindrückliches Erlebnis. Es war etwas Besonderes."

In kürzester Zeit sei alles für den Dreh zu organisieren gewesen. Vor allem die jüngeren Kollegen hätten sich besonders auf Pochers Besuch gefreut: "Die kennen ihn viel besser als ich." Und vor Ort habe der Comedian bewiesen, dass er auch vor der Kamera keine Rolle spielt. "Es war lustig und außergewöhnlich. Aber man hat auch gemerkt, dass er seinen eigenen Kopf hat."

Von Anfang an habe Gentner den Komiker wissen lassen, dass es sich hier um ein Win-Win-Verhältnis handle. "Das hat er sich zu Herzen genommen." Denn ein paar Botschaften sind in dem etwa siebenminütigen Clip rübergekommen. Und auch die alten Leute im Betreuten Wohnen haben sich riesig über den unerwarteten Besuch gefreut. Schließlich sorgte er mit seinen Scherzen für heitere Lacher und machte mit den gesungenen Zeilen "Corona, Corona geht vorbei" auf die Melodie von "Marmor, Stein und Eisen bricht" etwas Hoffnung. "Er hat das ganz wertschätzend gemacht und positive Punkte angebracht."

Doch auch Gentner ist im TV kein Neuling, hat er schon hin und wieder vor der Kamera gestanden, sei es für Soko Stuttgart oder den SWR, wo er als Notfallsanitäter als Experte zur Seite stand. Vielleicht landete so die Anfrage des DRK-Landesgeschäftsführers beim Kreisgeschäftsführer und schließlich bei Helmut Gentner.

Er hat das ganz wertschätzend gemacht.

Helmut Gentner, Rettungssanitäter DRK Aalen

Und der ließ es sich manchmal nicht nehmen, den quirligen Comedian etwas einzubremsen. "Manchmal hätte ich gerne anders reagiert", überlegt Gentner und denkt an die Szene, in der er – trotz Corona-Pandemie – Blut abnimmt. Davon allerdings scheint Pocher nicht unbedingt Fan zu sein und verleiht seinem Unbehagen lauthals Ausdruck. "In den Situationen muss man spontan entscheiden, aber immer dran denken: ,Du bist das Rote Kreuz‘." Um die Produktion überhaupt möglich zu machen, waren rund 20 Haupt- und Ehrenamtliche des DRK Aalen mit am Werk. Auch Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner managte vor Ort bei den Dreharbeiten mit, schließlich gibt es da viel zu organisieren.

Gedanken habe sich der Notfallsanitäter bis zur Ausstrahlung einige gemacht, gibt er zu. "Obwohl ich medienerfahren bin, wusste ich nicht, was da am Ende rauskommt."

Doch letztlich ist er zufrieden über eine Mischung aus Pochers kritisch-lustiger und flapsiger Art und einen Einblick in den Alltag und die Arbeit des DRK Aalen während der Coronazeit. Für O-Töne fürs DRK hatte der Entertainer dann am Ende des Drehtages jedoch keine Lust mehr.

Die Senioren, die im betreuten Wohnen leben, freuen sich über Oliver Pochers Besuch. Helmut Gentner (rechts) hat ebenfalls Spaß.
Oliver Pocher jammert ziemlich laut, als Notfallsanitäter Helmut Gentner vom DRK Aalen ihm Blut abnimmt. Das Kamerateam des Comedians dokumentiert alles.

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