Ortschaftsrat: Noch kein Schild "Radfahrer frei" auf der Schätteretrasse

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Westliche der Kellersteige sind die neuen Schilder schon aufgestellt. Der Ortschaftsrat Unterkochen hat sich am Montag dagegen ausgesprochen, auch östlich der Straße zu beschildern. Zuerst soll geklärt werden, ob der Waldweg Naturlehrpfad wird.
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Der Ortschaftsrat Unterkochen stimmt für den CDU-Antrag, mit der Beschilderung „Radfahrer frei“ auf der Schätteretrasse noch zu warten. Zuerst soll eine andere Frage geklärt werden.

Aalen

Vor der Festhalle in Unterkochen demonstrieren Christa Klink und Agnes Mayerle von der BI „Hände weg von der Schätteretrasse“ und vom „Bündnis pro Wandertrasse“. Sie sind dagegen, dass Radfahrer den Weg benutzen und dagegen, dass an der Trasse ein neues Wohngebiet entsteht. Beides steht auf der Tagesordnung des Ortschaftsrats, der am Montagabend in der Halle tagt.

Ortsvorsteher Florian Stütz stellt zum Thema Schättere kurz vor, was geplant ist: Auf den etwa 75 Metern zwischen Wanderparkplatz Kellersteige und Beginn des Waldwegs sollen auf dem Fußweg die Zusatzschilder Schild „Radfahrer frei“ und „Schrittgeschwindigkeit aufgestellt werden. Ab dann beginnt der Waldweg, wo Radfahrer ohnehin fahren dürfen.

Alexander Asbrock (Grüne) weist darauf hin, dass ein Antrag gestellt wurde, auf dem Waldweg einen Naturlehrpfad einzurichten. Wäre der Antrag erfolgreich, dürften dort keine Radfahrer mehr fahren. Asbrock spricht sich daher dafür aus, mit der Beschilderung „Radfahrer frei“ für die 75 Meter zwischen Parkplatz und Waldweg noch zu warten. „Es macht keinen Sinn, die 75 Meter fahren zu dürfen und dann wieder absteigen zu müssen“, sagt er.

„Die Schrittgeschwindigkeit ist eine absolute Farce.“

Anton Funk, Ortschaftsrat Unterkochen (CDU)

Anton Funk (CDU) schließt sich Asbrock an. „Wenn die Schilder einmal angeschraubt sind, sind die angeschraubt und kommen nur schwer wieder weg“, sagt er. Die Forderung Asbrocks erhebt er daher zum Antrag: Erst wenn darüber entschieden worden ist, ob der Waldweg zum Naturlehrpfad wird, soll die Schätteretrasse beschildert werden. Die Schrittgeschwindigkeit nannte er „eine absolute Farce“ und er fügte an: „Wenn der Funk da spazieren geht, dann darf der Funk auch nicht überholt werden.“

Brigitte Willier (SPD) äußerte Unverständnis darüber, per Schreiben über den Naturlehrpfad informiert worden zu sein. „Das müssen die von der Stadt Aalen doch wissen!“, sagte sie. „Seit sieben Jahren diskutieren wir nun schon über den Radweg und jedes Mal kommt etwas Neues dazu.“

Ortsvorsteher Florian Stütz ließ über den CDU-Antrag abstimmen. Sechs stimmten dafür (Brigitte Willier und Kay Schlude-Minnich von der SPD, Claudia Maas und Alexander Asbrock von den Grünen, Hans-Peter Stütz und Anton Funk von der CDU), drei stimmten dagegen (Florian Stütz, Erika Wiedenmann und Johannes Thalheimer von den Freien Wählern). Über einen Beschlussvorschlag der Verwaltung galt es nicht abzustimmen. Das Thema wurde dem Ortschaftsrat nur zur Kenntnis vorgelegt. Laut Sitzungsvorlage ist nicht geplant, dass das Thema in einem der Ausschüsse oder im Gemeinderat auf die Tagesordnung kommt.

Der Ortschaftsrat Unterkochen hat am Montag außerdem ausführlich über ein geplantes Baugebiet südlich des Wanderparkplatzes diskutiert. Das Gremium sprach sich am Ende einstimmig dagegen aus, ins Verfahren für den Bebauungsplan einzusteigen. Das letzte Wort dazu hat allerdings der Gemeinderat. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Schätteretrasse Fuss- und Waldweg

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