Ostalb-Kita bald zwölf Stunden geöffnet

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Das Ostalb-Klinikum in Aalen gehört zu den Kliniken in Deutschland, die es ins Ranking der besten Kliniken geschafft haben. Archivfoto: opo
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Warum die Klinik-Krippe ein größeres Betreuungsangebot braucht.

Aalen. Die Betreuung der Kinderkrippe am Ostalb-Klinikum soll erweitert werden - sowohl was die Anzahl der Plätze, als auch die Öffnungszeiten anbelangt. Aus der „Krippe am Ostalb-Klinikum“ wird dann eine „Kita am Ostalb-Klinikum“. Der Kultur-, Bildungs- und Finanzausschuss der Stadt Aalen (KBFA) hat dafür am Mittwoch einstimmige Empfehlung dafür abgegeben. Die Entscheidung wird der Gemeinderat am 31. März treffen.

Künftig zwölf Stunden Betreuungszeit: In Zusammenarbeit mit der AWO werden derzeit am Ostalb-Klinikum zwei Krippengruppen mit jeweils 10 Plätzen (also insgesamt 20 Plätze) für Kinder von null bis unter drei Jahren angeboten - in der Zeit von 7.30 bis 16.30 Uhr. Nach Angaben des Ostalb-Klinikums indes, so Martin Schneider, stellvertretender Leiter des Amtes für Soziales, Jugend und Familie, seien diese Zeiten nicht mit den Arbeitszeiten des Klinikpersonals vereinbar und müssen daher „umfangreich“ erweitert werden. Auch, um ausreichend gute Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Das Kinderbetreuungsangebot richtet sich an Mitarbeitende in der Klinikverwaltung, in der Pflege und an Ärztinnen und Ärzte.

Angedacht ist, die Öffnungs- und Betreuungszeiten am Ostalb-Klinikum auf den Zeitraum ab 6 bis 18 Uhr (zwölf Stunden) auszudehnen. Ein Kind, so Schneider, sei maximal zehn Stunden anwesend.

Angebot auch für Kinder ab drei Jahren: Seither bietet die Krippe insgesamt 20 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Zukünftig, so Schneider, sollen auch Ü3-Kinder am Ostalb-Klinikum betreut werden können. Dazu werde eine der beiden Krippengruppen in eine Gruppe mit Altersmischung für Kinder von 1 bis 6 Jahren umgewandelt. Damit stehen künftig insgesamt 15 U3-Plätze und 10 Ü3-Plätze zur Verfügung. Die Idee des Ostalb-Klinikums sei zudem, dass sich zwei Kinder innerhalb einer Woche einen Platz teilen können: also etwa zwei Tage das eine Kind, drei Tage ein anderes Kind. In zwei bis drei Jahren müsse man dann gegebenenfalls nachsteuern. Möglich sei dann etwa die Einrichtung weiterer Gruppen oder ein „Zukauf“ weiterer Betreuungsplätze mit Belegungsrechten im AWO-Kinderhaus in der nahe des Ostalb-Klinikums gelegenen Hopfenstraße.

Die Finanzierung: Da eine Betreuung länger als zehn Stunden täglich aus Sicht der Stadtverwaltung ein Angebot außerhalb der üblichen Regelung darstellt, komme das Ostalb-Klinikum für die Finanzierung der Randzeiten auf. „Unternehmen, die die Organisation in einem Schichtbetrieb aufrechterhalten wollen, sollen dafür auch entsprechende finanzielle Ressourcen einsetzen“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung.

Die Elternbeiträge: Das Ostalb-Klinikum, so Schneider, wolle sich mit den Beiträgen am Aalener Standard orientieren. Zudem beabsichtige die Klinik, die Eltern mit Kita-Platz am Ostalb-Klinikum über die Auszahlung des Gehalts zu bezuschussen.


Wer noch von der Kita am Ostalb-Klinikum profitieren kann: Sollte es irgendwann zu freien Kita-Plätzen am Ostalb-Klinikum kommen, sind Klinik, Stadt Aalen und AWO bereit zu prüfen, ob auch Kinder der städtischen Kita-Platz-Warteliste aufgenommen werden können.

Der Start: Laut der städtischen Sitzungsvorlage könnte das Angebot am 1. April dieses Jahres starten.

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