Ostalb spannt Solidaritätsschirm auf

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Von links bei der Netzwerk-Gründung: Dekanin Ursula Richter, Sozialdezernentin Julia Urtel, Dekan Ralf Drescher, Simone Götz (Landkreisverwaltung), Barbara Walter, Sylvia Caspari, Thomas Koch, Tilmann Haug, Landrat Dr. Joachim Bläse, Dekan Robert Kloker und Josef Mischko. Foto: mas
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Stärkung der Tafelläden, Internetplattform für Unterstützungsangebote und ein zentrales Spendenkonto - der Landkreis und seine Partner wollen Menschen „gut durch den Winter bringen“.

Aalen

Krisen bestimmen die Zeit, für viele wird das Geld knapp, hinzu kommen Ängste, soziale Isolierung, mentale Probleme. Dagegenhalten soll der „Solidaritätsschirm Ostalbkreis - Gemeinsam durch den Winter“, den Landrat Dr. Joachim Bläse initiiert hat. Mit im Boot sind die Dekanate, die Tafelläden, Caritas, Diakonie und die Arbeiterwohlfahrt. Hinzustoßen wollen noch die muslimischen Gemeinden im Kreis, kündigte Bläse an.

Drei Ziele

Dem Landrat geht es um drei Ziele. Zum einen sollen die Tafeln mit ausreichend Lebensmitteln ausgestattet werden. Die sind nötiger denn je, denn wegen explodierender Preise erweitert sich der Kreis der Berechtigten. Hinzu kommt, dass sich die Logistik verbessert hat im Handel und weniger Lebensmittel anfallen, aber immer noch zu viel im Müll landet, wie GEBIB-Geschäftsführer Tilmann Haug sagt.

Zweites Ziel ist es, alle Angebote außerhalb staatlicher Hilfen transparent zu machen. Dies geschieht ab sofort auf der Homepage des Landkreises. Hier gibt's eine „Kachel“, die umfassend darüber informiert, welche Angebote die am Solidaritätsschirm Beteiligten wann, wo und für wen bieten. Das reicht von der Fortsetzung der Vesperkirche in Gmünd mit einem ökumenischen Freitagstreffen im Franziskaner zu einer gemeinsamen Mahlzeit bis Ende des Winters, wie Dekanin Ursula Richter und der katholische Dekan Robert Kloker als Beispiel anführen.

Aktuell stehen bereits über 60 Angebote der Hilfe und der Begegnung fest und es sollen noch viel mehr werden. Bläse wünscht sich, dass sich neben den aktuellen Akteuren weitere entschließen, Angebote zu machen.

Drittes Ziel ist es, Geld für die verschiedensten Projekte zu sammeln. Hierzu hat der Landkreis ein spezielles Spendenkonto eingerichtet. Eingegangenes Geld wird dort eingesetzt, wo es nötig ist, versichert Bläse. Er hofft, dass mancher, für den die Energiezulage des Bundes nicht lebensnotwendig ist, „diese vielleicht hier spenden mag“.

Vertreter aller beteiligten Organisationen haben am Donnerstagnachmittag die Initiative gelobt und versichert, dass sie hier gerne dabei sind. Erschienen waren die Dekane Robert Kloker und Ralf Drescher, Dekanin Ursula Richter, für die Caritas Barbara Walter, für den Diakonieverband Sylvia Caspari, für die AWO Josef Mischko, für die Tafeln Tilmann Haug und für das Jobcenter dessen Geschäftsführer Thomas Koch. Sie alle gaben Beispiele dafür, was bereits läuft, und schilderten die gesellschaftlichen Veränderungen, die Hilfe künftig auch für Personengruppen notwendig machten, die bislang ohne Leistungen aus dem Unterstützungsbereich klargekommen sind.

Spenden können auf das Konto des Landratsamts Ostalbkreis, Verwendungszweck „Solidaritätsschirm Ostalbkreis“, IBAN DE52 6145 0050 0110 0003 47; BiC OASPDE6A eingezahlt werden.

Alle Angebote der Aktion online "Solidaritätsschirm Ostalbkreis - Veranstaltungen und Angebote zur Begegnung"

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