Parken: Wird die erste Stunde frei?

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Die Stadtverwaltung überlegt, kostenfreies Parken in der Innenstadt anzubieten. Für Menschen, die mit dem Bus unterwegs sind, könnte es Vergünstigungen geben.
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Um die Innenstadt zu stärken, schlägt die Aalener Stadtverwaltung ab Juli für drei Monate ein erweitertes kostenfreies Parken in Parkhäusern und auf Parkplätzen der Stadt vor.

Aalen

Es ist ein großes Thema in Aalen: das Parken. Mehr Parkplätze? Weniger Parkplätze? Günstiger Parkraum? Das war schon vor Corona so. Wegen der insbesondere für den Einzelhandel und die Gastronomie der Innenstadt heftigen Auswirkungen der Pandemie will die Stadt jetzt Parken günstiger machen, allerdings befristet. Ziel ist es, die Innenstadt zu stärken, die Menschen wieder in die Stadt zu locken – jetzt, wo die Lockerungen der Corona-Verordnungen nach und nach umgesetzt werden.

Die Initialzündung

Einen entsprechenden Vorschlag hat die Stadtverwaltung ausgearbeitet. Die Initialzündung dazu ging allerdings von den Freien Wählern im Gemeinderat aus. Diese hatten im Gemeinderat unlängst erklärt, es reiche nicht, nur über zusätzliche kulturelle Angebote oder solche des ACA die Innenstadt attraktiver zu machen für Besucherinnen und Besucher. Sondern auch das Parken müsse günstiger sein. Dazu hatten sie den Vorschlag gemacht, dass in den städtischen Parkhäusern, also denen, für die die Stadtwerke zuständig sind, künftig die ersten zwei Stunden Parken nichts kosten sollen. Bislang sind nur die ersten 20 Minuten gratis.

Eine Zwischenlösung

In der Folge haben sich die Experten der städtischen Wirtschaftsförderung und des City-Managements mit dem Thema beschäftigt und mehrere Vorschläge geprüft. Der Vorschlag der Freien Wähler war auch darunter, des Weiteren wurde über eine Verdoppelung der kostenfreien Zeit nachgedacht. Auf dem Tisch ist nun, quasi als Zwischenlösung, der Vorschlag, die erste Stunde freies Parken zu beschließen – und zwar für die Monate von Juli bis einschließlich September. Zwar sei die Kalkulation schwierig, aber man rechne grob mit Kosten für die Stadt in Höhe von 15 000 Euro pro Monat, sagte Stadtsprecher Sascha Kurz – insgesamt also 45 000 Euro. Der weitergehende Vorschlag – zwei Stunden freies Parken – würde die Stadt monatlich 45 000 Euro kosten, also insgesamt 135 000 Euro.

Der ACA plane zudem, die städtische Park-Initiative zu flankieren mit weiteren Maßnahmen, berichtet Kurz. So werde überlegt, ob mit dem Bus nach Aalen fahrende Besucherinnen und Besucher eine Vergütung für ihre Bustickets bekommen sollen – entweder auf den Fahrkartenpreis oder in Form einer Ausgabe von Spiontalern, die mit 50 Cent vergütet werden, schildert Kurz.

Über den Vorschlag der Stadt, das Parken in den städtischen Parkhäusern in den Monaten von Juli bis September eine Stunde lang gratis anzubieten, entscheidet der Aalener Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 24. Juni, in der Stadthalle in Aalen. Die Sitzung beginnt um 15.30 Uhr.

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