Partnerstadt: Gemeinsame Bäume sollen wachsen

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SchwäPo-Interview in Antakya. Von links: Nevin Galioglu, Ada (12), Adas Mutter Cigdem, Asels Mutter Ayse, Asel (8), Senay (13), Katharina Scholz und Jan Kocamahhul.
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Kinder aus Aalen und Antakya arbeiten zusammen, um Wald in der Türkei aufzuforsten. Die SchwäPo hat die Beteiligten auf türkischer Seite vor Ort getroffen.

Aalen

Schülerinnen haben ein neues Projekt zwischen Aalen und der türkischen Partnerstadt Antakya/Hatay auf den Weg gebracht. Mit Spenden aus Aalen sollen in Hatay Bäume gepflanzt werden. Die Idee dazu hatten die Weltkinder vom Galgenberg. Gemeinsam mit Christine Class arbeiten die Schülerinnen an verschiedenen Projekten zum Umweltschutz.

Mithat Basaran, der in Aalen lebt und aus Antakya stammt, hat den Kontakt in die Partnerstadt hergestellt. Dort hat sich inzwischen eine Gruppe Schülerinnen und Schüler um Lehrerin Nevin Galioglu gefunden, die sich am Projekt beteiligen. Am Rande der Reise der Aalener Delegation zur Expo-Eröffnung, konnte die SchwäPo in Antakya mit Schülerinnen, Lehrerin und Müttern sprechen. Jan Kocamahhul hat beim Gespräch übersetzt.

Die zwölfjährige Ada erzählt, dass sie Kontakt mit Jasmin von den Weltkindern hatte. Jasmin hat Bilder von Waldbränden in den Nachrichten gesehen und wollte etwas tun. Die Runde am Tisch erzählt, dass Waldbrände jeden Sommer in der Region auftreten, aber dass sie im Sommer 2021 besonders schlimm gewütet haben. Ada sagt: „Wir wollen der deutschen Freundin helfen und die Waldbrände in Zukunft beenden.“ Vergangenen Sommer hat auch sie die Bilder im Fernsehen verfolgt und den Rauch mit eigenen Augen gesehen. Senay ist 13 Jahre alt und sagt, sie habe sich während der Waldbrände Sorgen gemacht. Über Jasmin sagt das Mädchen: „Sie war so verantwortungsvoll!“ Auch Senay möchte ihr und den anderen Weltkindern vom Galgenberg gerne helfen.

Die achtjährige Asel hat ein Bild gemalt. Darauf zu sehen sind Mädchen, die gemeinsam Bäume pflanzen. Asel hat zu den Figuren die Namen der türkischen und deutschen Mädchen geschrieben. Tiere, die im neugepflanzten Wald leben, hat Asel ebenfalls gemalt. Zu erkennen ist ein Hirsch, ein Hund, eine Katze und Bienen, die zu ihrem Stock fliegen, der an einem Baum hängt.

Acht Kinder, die meisten Mädchen, beteiligen sich im Moment am Projekt, erzählt Nevin Galioglu. Sie koordiniert auf türkischer Seite alles. „Es werden noch mehr“, fügt Jan Kocamahhul an. Seine Enkel, acht und zehn Jahre alt, wollen sich ebenfalls beteiligen.

Nevin Galioglu berichtet, wie es nun weitergeht: „Wir haben einen Termin im zuständigen Ministerium.“ Dort soll geklärt werden, wo genau Bäume gepflanzt werden können, welche Bäume besorgt werden und organisiert werden, dass Mitarbeiter beim Bäumepflanzen helfen. Denn natürlich wollen die Kinder gerne dabei sein und selbst auch Bäume pflanzen, aber alleine schaffen sie es nicht.

Die Weltkinder vom Galgenberg haben das Ziel, genug Geld für 600 Bäume zu sammeln. Sie schätzen, dass 480 Euro dafür ausreichen, da ein Baum umgerechnet etwa 75 bis 80 Cent kostet. So haben es Jasmin, Medina, Johanna und Sonja beim Quartiersrundgang auf dem Galgenberg vorgerechnet. Laut Mithat Basaran möchte sich auch der Aalener türkische Kultur- und Sportverein aktiv und finanziell beteiligen. Geplant ist, dass eine deutsche Gruppe im Herbst nach Antakya/Hatay reist, um das Projekt gemeinsam abzuschließen.

Senay (13)
Mädchen, Mütter und Lehrerin in Antakya im Gespräch mit der SchwäPo. Jan Kocamahhul übersetzt.
Kinder aus Antakya möchten in der Aalener Partnerstadt Bäume pflanzen.
Die achtjährige Asel hat ein Bild gemalt, um ihre Gedanken zum Baumpflanzprojekt auszudrücken.
Senay (13), Asel (8) und Ada (12) wollen mit Unterstützung aus Aalen in Antakya Bäume pflanzen.
Die Beteiligten an der Baumpflanzaktion beim SchwäPo-Interview in Antakya.
Die Beteiligten an der Baumpflanzaktion beim SchwäPo-Interview in Antakya.
Nevin Galioglu
Ada (12)
Asel (8)

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