Pastoralreferent sagt Servus

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Hans-Christian Richter (links), hier bei der Verabschiedung mit Pfarrer Wolfgang Sedlmeier.
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Verabschiedung mit vielen Grußworten. Warum man Hans-Christian Richter nur ungern ziehen lässt.

Aalen

Einen sprühend-lebendigen Gottesdienst erlebten die Gläubigen auf der Wiese vor der Augustinus-Kirche. Die lange Liste der Grußworte von den Minis bis zu den Pastoralen zeugte von der Beliebtheit des Pastoralreferenten Hans-Christian Richter während seiner drei Jahre in Aalen. Richter wird nun seinen Dienst in Unterschneidheim verrichten.

Vor einigen Wochen war Hans-Christian Richter von Weihbischof Matthäus Karrer für einen Dienst als Pastoralreferent beauftragt worden. Man hätte ihn gerne dabehalten, aber selbst eine Unterschriften-Aktion für seinen Verbleib blieb erfolglos. Auch Hans-Christians Eltern waren zur Verabschiedung, die von der Band „St. Thomas on die rocks“ fetzig begleitet wurde, aus Hamburg angereist. Sein Vater Thomas Friedrich Richter überreichte aus Dankbarkeit an die Ausbildungszeit in Aalen Pfarrer Wolfgang Sedlmeier sowie Pastoralreferent Wolfgang Fimpel und Jugendreferent Martin Kronberger einen Schutzengel. An Anlehnung an den unvergessenen Freddy Quinn gab's ein kollektives „Junge, komm bald wieder, bald wieder nach Haus“.

Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, das Pastoralteam und Rainer Bolsinger für den Kirchengemeinderat drückten ihre Wertschätzung für Hans-Christian Richter aus, der mit seiner offenen Art und Menschennähe tiefe Spuren hinterlassen habe. Pfarrer Bernhard Richter fürchtete einen „ökumenischen Ausverkauf“ angesichts der vielen Verabschiedungen in der jüngsten Vergangenheit. Alle seien über den Abschied traurig, der evangelische Pfarrer zeigte sich hoffnungsfroh, dass „Fröhlichkeit im Glauben bleibt“. Die drei Jahre mit Hans-Christinan Richter sei eine wertvolle ökumenische Zeit gewesen. Eine Vertreterin der Ministranten meinte: „Du warst super und Du hast die Gemeinschaft vorangetrieben.“

Der scheidende Pastoralreferent dankte allen für viele gemeinsam gewachsene Projekte. Man habe sich kollektiv engagiert für „die Kirche von morgen“. Und Richter fügte hinzu: „Aalen ist mir zur zweiten Heimat geworden.“ In seiner Predigt gab Richter der Gemeinde eine „befreiende Botschaft“ aus dem Johannes-Evangelium. Letztlich gehe es um Mut für den Alltag. Damit könne man zwar nicht die Kirche mit ihren Gesetzen ändern, aber kleine Schritte tun im Alltag.

Aalen ist mir zur zweiten Heimat geworden.“

Hans-Christian Richter, Pastoralreferent

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