Perspektiven in der Seniorenarbeit

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Die Führungsriege des Aalener Stadtseniorenrates nimmt Oberbürgermeister Frederick Brütting in Ihre Mitte.

Hartmut Schlipf wird in der Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Mit OB Frederick Brütting wird über Initiativen und Erfordernisse für Senioren diskutiert.

Aalen

Die Inhalte und Ergebnisse der Mitgliederversammlung des Stadtseniorenrats (SSR Aalen) sollen als Startpunkt in eine wieder aktivere Vereinsarbeit verstanden werden, nachdem zuletzt nicht nur wegen Corona ein Stillstand bei vielerlei Projekten und Kontakten festzustellen war. Hierzu wurden Initiativen in Teilorten angekündigt und eine Verstärkung der Kooperation mit anderen Trägern im Bereich der Seniorenarbeit thematisiert.

Aus den Vorstandswahlen ging Hartmut Schlipf als neuer Vorsitzender hervor.

In Anwesenheit von OB Frederick Brütting ergab sich eine inhaltlich anspruchsvolle und lebhaft geführte Erörterung über anstehende Erfordernisse und Perspektiven in der lokalen Seniorenarbeit. Brütting betonte hierzu, er sei sehr offen für die Anliegen der Seniorinnen und Senioren. Eingehend auf Corona warb er für eine Impfung, beziehungsweise deren Auffrischung. Er ging weiter auf ein Pflegekonzept für Aalen ein, das insbesondere eine künftig deutliche Zunahme dementieller Erkrankungen zu berücksichtigen habe. Als weitere Herausforderung nannte er das Wohnen im Alter und die Klimawandel-Folgen.

Günter Höschle blickt zurück

Der scheidende Vorstandsvorsitzende Günter Höschle äußerte, dass einige durch die Krise verhinderte Projekte 2022 nachgeholt werden. Er verwies aber auch auf mit städtischer Unterstützung erfolgreich gelaufene Aktionen, wie den Seniorenwegweiser und das Projekt „Rettung aus der Dose“.

Das monatliche PC-Training im Torhaus lief zudem wieder gut an. Künftig sollte noch alltags- und problemorientierter auf die Zielgruppe der SeniorInnen zugegangen und für die beitragsfreie Mitgliedschaft geworben werden. Beitrittsvordrucke gibt es auf der Homepage https://www.ssr-aalen.de .

Höschle lobte den gelungenen Auftakt der Pflegekampagne des Ostalbkreises und der Pflegekonferenzen der Stadt Aalen in Kooperation mit Gmünd.

Danach verabschiedete und würdigte er in Werner Laveuve, Heinz Göhringer und Georg Staudenecker drei langjährige Vorstandsmitglieder. Schließlich galt sein Dank den Vertretern der Stadt für ihre Unterstützung sowie dem Vorstand und allen Mitgliedern.

Das ergaben die Wahlen

Anschließend wurden alle Vorstandswahlkandidaten neben Hartmut Schlipf einstimmig gewählt: Günter Höschle als Stellvertreter, Klaus Köder als Schatzmeister, Rudolf Martin als Schriftführer. Beisitzer sind künftig Marcela Bolsinger (von Amts wegen), Gisela Gramlich, Ursula Mutscheller, Martin Diemer, Dr. Askan Hendrischke, Ekkehard Krauth und Christian Kestler. Gisela Gramlich und Torsten Felgenhauer bleiben Kassenprüfer. In seiner Vorstellung ging Hartmut Schlipf auf seinen Werdegang ein und nannte drei ihm wichtige Anliegen: Er will dazu beitragen das gegenseitige Verständnis von Alt und Jung zu fördern. Die zunehmende Digitalisierung dürfe gerade die Teilhabe der Seniorinnen und Senioren am gesellschaftlichen Leben nicht einschränken. Hierzu sind Initiativen angedacht. Für eine gelingende Arbeit des SSR und eine effektive Kommunikation mit den Senioren forderte er, eine gute Erreichbarkeit des SSR sicherzustellen.

Marcela Bolsinger erläuterte als Projektverantwortliche der Stadt Aalen die bisherigen Ergebnisse der absolvierten Pflegekonferenzen „Gut leben und älter werden in Aalen“. Gemeint ist die Umsetzung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts des Landkreises in Aalen.

Ziele für alle Stadtteile sind die Entwicklung kleinräumiger, sozialbezogener Quartiersarbeit, die Initiierung einer sorgenden Gemeinschaft und die Stärkung des Ansatzes „Gut alt werden zu Hause, in den eigenen vier Wänden“. Neue und originelle Ideen sollen umgesetzt werden. Beispiele sind: Quartierstreffs, Gesprächsorte im öffentlichen Raum, Kontaktmobil und Professionalisierung ehrenamtlich Engagierter.

Eine engagierte Diskussion dazu schloss die Versammlung.

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