Plötzlich gekündigt: Mutter hat kein Geld für Lebensmittel

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Advent der guten Tat
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Der alleinerziehenden Mutter eines Sohnes droht erneut eine unbeherrschbare Schuldenspirale. Advent der guten Tat will helfen.

Aalen

In vielen Notsituationen, in denen wir von der SchwäPo-Aktion Advent der guten Tat um Hilfe angefragt werden, ist es mit einer einmaligen Unterstützung nicht getan. Auffallend oft handelt es sich dabei um alleinerziehende Mütter, die einer schlecht bezahlten Arbeit nachgehen und durch zusätzliche Schichten am Wochenende oder in späten Abendstunden versuchen, ohne größere Schulden durch den Alltag zu kommen.

Aber dieser Alltag ist dann auf Kante genäht. Heißt: Das monatliche finanzielle Auskommen ist so knapp bemessen, dass das alltägliche Leben gerade noch so gemeistert werden kann. Aber wehe, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Wenn eine schlimme Krankheit oder eine plötzliche Kündigung das fragile Finanzierungsgerüst zum Einsturz bringt. Wie schnell das passieren kann, zeigt das Beispiel von Frau V. (Name geändert).

Über die alleinerziehende Mutter eines 16-jährigen Sohnes hatte Advent der guten Tat bereits im vergangenen Jahr berichtet. Die Mutter hatte lange unter den gewalttätigen Übergriffen ihres Ehemanns gelitten, konnte sich schließlich von ihm losreißen und ist vor zwei Jahren gemeinsam mit ihrem Sohn nach Aalen gezogen, in eine kleine Zweizimmer-Wohnung, 60 Quadratmeter, Souterrain. Kaltmiete: 640 Euro. Die heute 39-Jährige hatte einen Job gefunden als Verpackerin. Zuletzt verdiente sie mit Schichtzulage 1200 Euro netto, hinzu kommen 219 Euro Kindergeld und knapp 300 Euro Unterhalt. Mit Hilfe von Advent der guten Tat und mit Hilfe des nachhaltigen Engagements von Schuldenberaterin Iris Wolf (Diakonie), die der SchwäPo-Hilfsaktion bis zu ihrem Ruhestand im Oktober verlässlich zur Seite stand, war es gelungen, die aus Umzug und Wohnungseinrichtung entstandenen Schulden von 6000 Euro auf Null zurückzufahren.

Frau V. hatte ihre Ausgaben für sich und ihren Sohn im Griff. „Es lief alles super, bis eines Tages im Herbst die Kündigung meines Arbeitgebers im Briefkasten war“, erzählt Frau V. „Wegen der Auftragslage“ hatte er der alleinerziehenden Mutter, die sich noch in der Probezeit befand, zum 1. Oktober gekündigt. „Ich hatte so gehofft, ich hatte so gekämpft, dass ich nicht mehr in das Loch falle“, wandte sich Frau V. im November erneut entmutigt an uns. Damals lebte sie mit ihrem Sohn bereits von Arbeitslosengeld I - 933 Euro. Das reicht gerade mal so, um Miete und Nebenkosten zu decken. Für Lebensmittel aber bleibt nichts übrig. Bis heute stehen die Zahlungen von Wohngeld und Kinderzuschlag aus. Wiederholt hat sich Frau V. an die Behörde gewandt. Und wiederholt wird sie vertröstet: „Sie sind nicht die einzige, deren Antrag wir bearbeiten müssen.“

Zwar arbeitet Frau V. seit 1. Dezember wieder, ihr Arbeitgeber hat sie nach zwei Monaten wieder eingestellt. Doch bis zur Auszahlung ihres ersten Gehalts muss sie bis Mitte Januar warten. „Ich bin fix und fertig mit meinen Nerven“, schreibt sie uns. „Ich muss die Stromrechnung bezahlen, 198 Euro. Da ist die erste Mahnung schon gekommen. Und ich habe keinen Cent mehr, um mir und meinem Sohn etwas zu essen zu kaufen. Bitte helfen Sie mir!“

Advent der guten Tat wird die Stromrechnung in Höhe von 198 Euro begleichen und auch den Kühlschrank von Mutter und Sohn mit Lebensmitteln füllen. Bitte helfen Sie mit, liebe Leserinnen und Leser!

Bitte spenden Sie!

Stichwort: Advent der guten Tat, Konto KSK Ostalb, IBAN: DE 41614500500110050500; oder Konto VR-Bank Ostalb, IBAN: DE 05614901500101010001.

Ich hatte so gekämpft, dass ich nicht mehr in das Schuldenloch falle.“

Frau V., alleinerziehende Mutter
  • Dietmar Nendza, Geschäftsführer der Firma Domotherm mit Sitz in Dewangen, unterstützt seit vielen Jahren die SchwäPo-Hilfsaktion Advent der guten Tat. Gemeinsam mit seiner Tochter und Mitgeschäftsführerin Melanie Nendza (r.) überreichte er jetzt einen Scheck in Höhe von 1000 Euro an Redakteurin Ulrike Wilpert (l.). An Advent der guten Tat schätzt er vor allem, dass die Spenden eins zu eins Menschen in Not hier in der Region zugute kommen. „Und dass schnelle Hilfe gewährleistet wird, nicht nur in der Adventszeit. Sondern das ganze Jahr über.“
Dietmar Nendza und seine Tochter Melanie Nendza, beide Geschäftsführer der Firma Domotherm, überreichen Redakteurin Ulrike Wilpert einen Scheck in Höhe von 1000 Euro für die SchwäPo-Hilfsaktion Advent der guten Tat.

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