Polizei: Maskencheck am ZOB

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Bernd Märkle vom Polizeipräsidium Aalen informiert einen Passanten, dass im Bereich des Aalener ZOB Alltagsmasken getragen werden müssen.
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Polizistinnen und Polizisten kontrollieren an Bahnhöfen und Bushaltestellen, ob Alltagsmasken getragen werden – ein Polizeisprecher erklärt, warum.

Aalen

Es sind gut zehn Polizisten, die am Donnerstag um 15 Uhr gemeinsam zum Zentralen Busbahnhof (ZOB) in Aalen marschieren. Alle tragen Uniform, alle tragen Masken. Genau darum geht es bei diesem ersten Einsatz dieser Art, wie Polizeisprecher Bernd Märkle erklärt – ums Maskentragen: "Wir wollen die Leute sensibilisieren." Denn tatsächlich wüssten viele nicht, dass es nicht nur in Bussen und Bahnen Pflicht ist, eine Alltagsmaske zu tragen, sondern auch an den Haltestellen, im Bereich der Busbahnhöfe und der Bahnhöfe.

In der Tat müssen die Beamten kräftig Aufklärungsarbeit leisten. Viele am ZOB ankommende oder abreisende Besucher haben keine Masken auf. Das mit der Maskenpflicht im ZOB-Bereich: "Ich wusste das echt nicht", sagt etwa Marco Capranzano, der auf den nächsten Bus wartet und eine Zigarette raucht. Er ist kein großer Freund der Alltagsmasken: "Ich trage sie, weil ich es muss", sagt er. Allerdings überzeugen ihn die Argumente der Polizisten. Vielleicht auch jenes Argument, dass ein Verstoß gegen die Maskenpflicht mit einem Bußgeld von zwischen 25 und 250 Euro geahndet werden kann, wie Polizeisprecher Märkle erklärt.

Keine große Überzeugungsarbeit leisten müssen die Polizisten bei Bärbel Weiße, einer 83-jährigen Seniorin, die von den Beamten über die Maskenpflicht aufgeklärt wurde. "Ich finde es gut, dass man aufpasst", sagt sie. Die Beamten seien sehr freundlich gewesen – und sie ärgere sich, wenn sie im Bus Menschen trifft, die die Maske nicht richtig aufsetzen. Ein junger Mann mit Kapuzenpullover sieht das völlig anders: "Das wird ja immer schlimmer", schimpft er, zieht aber einen Schal etwas höher ins Gesicht, geht rasch aus dem Bereich des Bahnhofes und zeigt wieder sein ganzes Gesicht.

Die Aktion am Aalener ZOB war Teil einer groß angelegten Schwerpunktkontrolle des Aalener Polizeipräsidiums. Im gesamten Bereich des Präsidiums kontrollieren an diesem Donnerstag Polizistinnen und Polizisten an Bahnhöfen und Bushaltestellen: im Ostalbkreis sowie in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Rems-Murr.

Warum das so ist, das erläutert Bernd Märkle. Die Anzahl der Corona- Neuinfektionen nehme seit Wochen wieder stetig zu. Nach dem Motto, "wer Maske trägt, schützt andere", wolle die Polizei mit Kontrollen "die Achtsamkeit und Verantwortung in der Gesellschaft stärken und gleichzeitig Maskenmuffeln und Verweigerern zu Leibe rücken". Dies besonders im Bereich von Bussen und Bahnen, wo die Menschen sich "zwangsläufig sehr nahekommen" und ein Rückgang der Akzeptanz der Corona-Verordnung festzustellen sei.

Bei dieser ersten Schwerpunktkontrolle packen die Polizeibeamten noch nicht den großen Knüppel aus, sondern ermahnen und informieren "mit Augenmaß", wie Märkle betont. Das funktioniert auch: "Die meisten setzen die Masken sofort auf", sagt etwa Polizeihauptmeisterin Sabine Henke, die die Besucher ohne Maske anspricht. Viele hätten nicht gewusst, dass sie auch im Bereich des ZOB Alltagsmasken tragen müssen.

Bis 19 Uhr ging die Aktion in den drei Landkreisen. Doch wer jetzt denkt, damit hat es sich, der täuscht sich: Die Polizei werde ab jetzt verstärkt kontrollieren, kündigt Märkle an.

Bernd Märkle vom Polizeipräsidium Aalen informiert einen Passanten, dass im Bereich des Aalener ZOB Alltagsmasken getragen werden müssen.
Ein Polizist informiert drei junge Männer, die keine Alltagsmasken tragen.
Medienrummel um die Schwerpunktkontrolle.

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