Protestaktion für verfolgte Frauen

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Am Samstag, 10. Dezember, dem "Internationalen Tag der Menschenrechte", vor dem Torhaus in Aalen.

Aalen. "Weltweit gibt es viele Menschenrechtsverletzungen an Frauen", sagt Jo Bayer, Aktive in der Aalener Ortsgruppe von "Amnesty International" (AI). Am Samstag, 10. Dezember, dem "Internationalen Tag der Menschenrechte", wollen Mitglieder der Ortsgruppe von 10 bis 13 Uhr am Torhaus stehen. Sie wollen für verfolgte und misshandelte Frauen Unterschriften sammeln. "Solche Protestaktionen können Erfolg zeigen", so Bayer.

In diesem Jahr habe "AI" zwei Frauen durch Briefaktionen an politisch Verantwortliche aus der Haft geholt, erzählt Bayer. Yecenia Armenta sei vor vier Jahren in Mexiko von der Polizei gefoltert, vergewaltigt und dann inhaftiert worden. Sie sollte mit allen Mitteln gezwungen werden, einen Mord zu gestehen, den sie eigenen Angaben zufolge nie begangen hat. Seit Juli sei sie frei. Phyo Phyo Aung aus Myanmar, früher Burma, sei ein Jahr lang nach der Teilnahme an einer Demonstration ohne Anklage inhaftiert worden.

Jetzt will die Aalener AI-Gruppe weiteren Frauen helfen. Etwa Eren Keskin, Rechtsanwältin und Menschenrechtsverteidigerin aus der Türkei. "Sie wurde wegen einer Herabwürdigung der türkischen Nation verurteilt." Sie habe berichtet, wie die Sicherheitspolizei einen Zwölfjährigen erschoss. Jo Bayer weiter: "Wir setzen uns auch für Jesidinnen ein, die als religiöse Minderheit im Irak vom IS entführt wurden."

AI-Unterschriftenaktion am "Internationalen Tag der Menschenrechte", Samstag, 10. Dezember, von 10 bis 13 Uhr am Torhaus in Aalen.

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