Prüfungen: Endspurt an den Aalener Realschulen

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Einen Tag vor der Abschlussprüfung: Schülerinnen und Schüler können sich auf freiwilliger Basis testen lassen. Die Mehrheit an der Aalener Uhland-Realschule tut das auch.

An den Realschulen und Werkrealschulen starten die Prüfungen. Wegen Corona müssen viele Dinge beachtet werden. Die Schwäpo hat sich umgehört.

Aalen

An diesem Dienstag geht es los - und zwar mit der Prüfung im Fach Deutsch. Die Prüfungen werden in Präsenz geschrieben. Aufgrund der vielen Hygienemaßnahmen ist viel Organisation notwendig.

Gerd Steinke, Schulleiter der Uhland-Realschule, sagt, dass die Schüler und Schülerinnen sich vor jeder Abschlussprüfung freiwillig testen lassen können. Die Tests finden am Tag vor der Prüfung statt. Am Montagnachmittag etwa wurden die Schülerinnen und Schüler an der Uhland-Realschule bereits getestet. Von insgesamt 81 Prüflingen dort haben sich nach Angaben Steinkes 33 nicht testen lassen. Die getesteten und nicht getesteten Prüflinge werden die Prüfung in getrennten Räumen schreiben müssen, um eine mögliche Infektion zu vermeiden. Bei der Abschlussprüfung für die Werkrealschule sei es übrigens dasselbe Prozedere. Steinke sagt außerdem, dass die Schüler für jede Prüfung in diesem Jahr einen verlängerten Bearbeitungszeitraum bekommen - quasi einen Corona-Zuschlag. In Deutsch etwa können statt 240 nun 270 Minuten geschrieben werden. „In Englisch und Mathe schreiben die Schüler meist bis zum Schluss und benötigen die volle Zeit, deswegen gehe ich davon aus, dass die Verlängerung in den beiden Fächern etwas bringt“, so die Einschätzung Steinkes.

Test: ein Risiko?

Und wie sehen das die Schüler? Ben Wolter (15), der die Karl-Kessler-Realschule in Wasseralfingen besucht, sieht das differenziert: „In manchen Fächern, zum Beispiel in Mathe, ist die Verlängerung echt gut - aber in Englisch merke ich jetzt wohl nicht wirklich einen großen Unterschied.“ Zum Thema Corona-Test vor der Prüfung sagt er: „Ich habe das Angebot angenommen und habe mich heute testen lassen.“ Klar, das Risiko sei da, an der Prüfung nicht teilnehmen zu können wegen eines positiven Corona-Tests. „Aber an das habe ich nicht wirklich gedacht.“ Denn falls Testergebnisse positiv sein sollten, dürfen die betroffenen Schülerinnen und Schüler nicht an der Prüfung teilnehmen und müssen die Prüfung an einem späteren Termin teilnehmen. Diese Termine zum Nachschreiben stehen schon fest, berichtet Steinke. Am 25. Juni wird Deutsch, am 28. Juni Mathematik, am 29. Juni Englisch und am 30. Juni die Prüfung im jeweiligen Wahlpflichtfach nachgeschrieben. Und die mündlichen Prüfungen sind von 12. bis 16. Juli angesetzt.

Apropos Wahlpflichtfach: Die schriftliche Prüfung im Wahlpflichtfach findet in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt statt. Diese Prüfung gibt es aber nur an den Realschulen. Es stehen Französisch, Technik oder „Alltagskultur, Ernährung und Soziales“, kurz AES, zur Wahl. Für eins dieser Fächer konnten sich die Schüler bereits in der siebten Klasse entscheiden. Damals stand aber noch nicht fest, dass es in diesen Fächern schriftliche Abschlussprüfungen geben wird. Wie bei den anderen Prüfungen gibt es in diesem Fach einen verlängerte Bearbeitungszeit.

Besondere Umstände

Übrigens spielt die Corona-Pandemie auch bei der Bewertung der Prüfungen selbst eine Rolle. Die Lehrerinnen und Lehrer sollen nach Maßgabe des Kultusministerium die „besonderen Umstände dieses und des vergangenen Schuljahres auch bei der Bewertung berücksichtigen“. Wie schon im Jahr 2020 sind die Lehrkräfte aufgefordert, „bei der Korrektur der Abschlussprüfungen auch in diesem Jahr die mit Corona einhergehende Sondersituation pädagogisch angemessen zu bedenken“.

Wie bei den Abiturprüfungen ist es Pflicht, die Prüfung mit Maske zu schreiben. Es muss eine medizinische Maske sein, die nur zum Trinken und zum Essen kurz abgenommen werden darf.

Wie auch immer: Die SchwäPo wünscht allen Realschülerinnen und Realschülern viel Erfolg bei den Prüfungen!

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