Pumptrack soll bis zu den Sommerferien fertig sein

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Neben dem Gelände der TSG in Hofherrnweiler entsteht ab nächster oder übernächster Woche ein Pumptrack und eine Dirtline. Junge Aalener Mountainbiker hatten sich das gewünscht.
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Noch im Juni rollen die Bagger an. Was genau in den Dürrwiesen in Hofherrnweiler geplant ist und wer eigentlich die Idee dazu hatte.

Aalen

Es bleibt dabei: Die Arbeiten an der Pumptrack- und der Dirtline-Anlage in den Dürrwiesen in Hofherrnweiler beginnen noch im Juni. Das bestätigt Maya Kohte, die Leiterin des städtischen Grünflächenamts. Nächste oder übernächste Woche sollen die Arbeiten ihr zufolge beginnen und in zwei oder drei Wochen bereits erledigt sein.

Die Erdarbeiten werden angegangen. Der Pumptrack-Rundkurs wird anschließend asphaltiert. Mit dem Aushub wird eine sogenannte Dirtline mit Hügeln und Schanzen modelliert. Wie der Name schon sagt, wird diese Strecke nicht asphaltiert. Unter anderem ist der Vorteil, dass das Verletzungsrisiko für die Mountainbiker so geringer ist, heißt es auf einschlägigen Seiten.

Sind diese Arbeiten erledigt, erläutert Maya Kohte, heißt es noch einmal etwa drei Wochen Geduld haben bis das Gras an der Anlage angewachsen ist. Geht alles glatt, können Kinder und Jugendliche den Pumptrack und die Dirtline schon ab den Sommerferien nutzen.

Auf dem gewellten Pumptrackkurs erzeugen Mountainbiker Geschwindigkeit nur mit einer Verlagerung des Gewichts. Diese Technik wird Pumping genannt. Ziel ist es, eine Runde zu drehen, ohne die Pedale zu benutzen. Das funktioniert nicht nur mit einem Mountainbike. Auch mit dem Skateboard, Inlinern oder dem Roller kann die Strecke befahren werden. Konrad Willar, der Planer der Anlage aus Augsburg, empfiehlt auf seiner Homepage Pumptrackstrecken sogar für Kleinkinder, die dort mit dem Tretrad ihre Koordination üben können.

Dass in den Dürrwiesen nicht nur ein Pumptrack, sondern auch eine Dirtline gebaut wird, „das war eins der Ergebnisse der Jugendbeteiligung“, sagt sie. Vergangenes Jahr im Sommer hat die Stadt dazu eingeladen. Die Grünflächenamtschefin erzählt begeistert von den vielen sehr jungen Mountainbikern, die gekommen sind und ihre Ideen eingebracht und dabei auch Expertenwissen bewiesen haben.

„Der Standort bietet sich an“, sagt sie zu den Dürrwiesen. Er sei gut von den umliegenden Wohngebieten aus zu erreichen. 80 000 Euro kosten Pumptrack und Dirtline laut Maya Kohte. Die Kosten trägt die Stadt Aalen. Sie werden aus dem Etat für Spielplätze gedeckt.

Pumptrackanlagen gibt es in anderen Aalener Stadtteilen bereits, nämlich in Dewangen, Fachsenfeld und Waldhausen. Der Pumptrack in Hofherrnweiler wird also die vierte im Stadtgebiet. Auch auf dem Bürgle in Wasseralfingen ist ein Pumptrack geplant.

Wer hatte die Idee zum Pumptrack in den Dürrwiesen?

Fraktionen im Rat: Im Mai haben Grüne und CDU im Aalener Gemeinderat einen kleinen Streit ausgetragen. Die CDU-Fraktion hatte eine Pressemitteilung verschickt und darin bekanntgegeben, dass Baustart für den Pumptrack in den Dürrwiesen im Juni sein soll. Man habe bei der Stadtverwaltung nachgefragt und wollte die Antwort der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Die Grünen-Fraktion störte sich daran und warf der CDU-Fraktion vor, sich mit fremden Federn schmücken zu wollen. Schließlich habe man die Anlage einem Antrag der Grünen zu verdanken.

Agendagruppe: Daraufhin meldete sich Gernot Jahn bei der SchwäPo. Ihm zufolge schmücken sich wohl beide mit fremden Federn. „Die Idee zum Pumptracks in den Dürrwiesen stammt weder von der CDU noch den Grünen“, sagt er. „Die Agendagruppe der Weststadt hatte sich bereits am 30.7.2014 Gedanken gemacht, wie die Dürrwiesen für die Jugend attraktiv werden könnten.“ Dabei sei die Realisierung eines Pumptracks beziehungsweise Dirtparks diskutiert und notiert worden. Das Protokoll von damals schickte er an die SchwäPo. Nach der Sitzung habe es Gespräche mit dem Grünflächenamt gegeben. Von dort sei Unterstützung signalisiert worden. „Aber egal, wer nun die Idee hatte“, sagt Gernot Jahn. „Wenn sie nun realisiert wird, dann ist doch alles wunderbar.“

Die Karte zeigt, wo genau der Pumptrack in den Dürrwiesen in Hofherrnweiler entsteht. Grafik: ca

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