Quer durch die Stadt - ökumenisch verbunden

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Der ökumenische Jugendkreuzweg der diesjährigen Konfirmanden und Firmlinge in Aalen.

Konfirmanden und Firmlinge auf dem Jugendkreuzweg . Pfarrer Richter und Pfarrerin Bender rufen die Teilnehmenden zur Friedfertigkeit auch im eigenen Umfeld auf.

Aalen

Die Firmung in Aalen ist bereits nächste Woche, und bis zur Konfirmation im Mai ist es auch nicht mehr allzu lang. Und von daher gehört zur Vorbereitung auf die Feste schon seit vielen Jahren auch der ökumenische Jugendkreuzweg, zu dem sich die Jugendlichen am Freitagnachmittag getroffen haben. Dieser Kreuzweg gehört zur Passionszeit und soll jungen Menschen deutlich machen, dass Leben mehr ist als Spaß und Feiern, und dass Leiden und Entbehrung eben auch zum Leben dazugehören können. 

Pfarrer Bernhard Richter machte zu Beginn in der Johanneskirche auf den aktuellen Tagesbezug aufmerksam: „Wir denken an den Krieg in der Ukraine und an die vielen Menschen, die derzeit auf der Flucht sind, auch Kinder und Jugendliche in Eurem Alter. Wir werden auf unserem Kreuzweg daher ganz besonders an die unendlich vielen flüchtenden Menschen denken.“

Richter las die Seligpreisungen aus Markus fünf mit dem Schwerpunkt auf den „Friedfertigen, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen“. Richter rief die Jugendlichen auf, selber Boten des Friedens zu werden, und im Alltag - wo immer möglich - versöhnend zu wirken.

Von der Johanneskirche ging der Weg weiter zum Mahnmal und anschließend zum Jobcenter. An beiden Stationen machten Jugendreferent Martin Kronberger und Firmbegleiterin Susanne Kohout auf Situationen menschlichen Leidens aufmerksam, wenn Menschen in den Krieg eingezogen werden oder in existenzieller Not sind, weil sie dringend nach einem Job suchen.

Pfarrerin Caroline Bender ging beim Stolperstein für Fanny Kahn in der Oesterleinstraße auf das Leben der jüdischen Einwohnerin Aalens ein. Wie viele andere Menschen wurde sie von Hitlers Schergen deportiert und im September 1942 mit 71 Jahren ermordet. Die Stolpersteine sind ein großes, dezentrales Mahnmal für Gerechtigkeit, Frieden und den Schutz jedes einzelnen Lebens. Das werde in diesen Tagen umso wichtiger. „Durch Jesus Christus sind wir gerufen und befähigt, uns dafür mit unserer und Gottes Kraft einzusetzen“, so die Pfarrerin und ermutigte die jungen Menschen genau dazu.

Der gemeinsame Kreuzweg der Konfirmanden und Firmlinge endete an der Salvatorkirche mit einem Segen.

Mehr Bilder online unter www.schwaepo.de

Der ökumenische Jugendkreuzweg der diesjährigen Konfirmanden und Firmlinge in Aalen.
Der ökumenische Jugendkreuzweg der diesjährigen Konfirmanden und Firmlinge in Aalen.
Der ökumenische Jugendkreuzweg der diesjährigen Konfirmanden und Firmlinge in Aalen.
Der ökumenische Jugendkreuzweg der diesjährigen Konfirmanden und Firmlinge in Aalen.

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