Querdenker planen Kundgebung in Aalen

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Was am 28. November in der Kocherstadt geplant ist und wie sich die Stadtverwaltung positioniert.

Aalen. Am Samstag vorm ersten Advent, am 28. November, wird es nicht nur weihnachtlich-besinnlich in Aalen: Die sogenannten "Querdenker" – eine bundesweit agierende Initiative von Gegnern der Coronamaßnahmen, haben eine Kundgebung mit 500 Teilnehmern in der Kocherstadt angemeldet. Das bestätigt die Stadtverwaltung auf SchwäPo-Nachfrage. Als Veranstalter tritt die Initiative "Querdenken Aalen, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd" auf.

Um 11 Uhr wollen die Veranstalter einen Demozug starten und um 13 Uhr eine Kundgebung auf dem Greutplatz abhalten. Angekündigt sind sechs Rednerinnen und Redner, unter ihnen der Ulmer Rechtsanwalt Markus Haintz. Er ist mehrfach bundesweit bei Demonstrationen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Erscheinung getreten.

Die Stadt Aalen werde den Demonstrationszug und die Kundgebung genehmigen – allerdings unter Auflagen der Corona-Verordnung wie Maskenpflicht und Mindestabstand, die der Veranstalter einhalten müsse, so die städtische Pressesprecherin Karin Haisch. Die Genehmigung der Stadt sei noch nicht ergangen, denn über Einzelheiten dieser Auflagen seien das städtische Ordnungsamt, das Gesundheitsamt des Landkreises und die Polizei mit dem Veranstalter zurzeit "in Abstimmung". Das betreffe auch die Route des Demozugs – der Veranstalter kündigt einen "Fußweg/Nähe Friedhofstraße" an. OB Thilo Rentschler sagt: "Ich halte gar nichts von solchen Querdenker-Demos, dem kann ich nichts Konstruktives abgewinnen." Doch wenn der Veranstalter zusage, die Auflagen einzuhalten, müsse die Stadt "genehmigen, denn unser Grundgesetz gebietet Versammlungs- und Meinungsfreiheit, und das ist ein hohes Gut".

Unterdessen ruft eine "Antifaschistische Aktion Aalen", eigenen Angaben zufolge ein Bündnis "gegen jegliche Form von Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Homophobie", auf ihrer Internetseite dazu auf, zum "Gegenprotest zu erscheinen, sollte dieser Wahnsinn nicht vorher untersagt werden". Mit der Demo am 28. November werde "einem rechtsesoterischen Mob, der bewusst und mit voller Absicht die Gesundheit der Gesamtbevölkerung in Gefahr bringt, Tür und Tor zu unserer Stadt geöffnet, während man unser kulturelles Angebot nicht nur beschneidet, sondern mit einem stumpfen Beil vollständig abhackt".

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL