Rad-Piktogramme – das war wohl nichts

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Aalener Piktogramme auf dem Altstadtring.
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Warum die weiß-blauen Symbole auf dem Altstadtring wieder wegkönnen.

Aalen. Seit geraumer Zeit sind die weiß-blauen Fahrradsymbole auf dem gesamten Aalener Altstadtring aufgemalt: auf der Gmünder Straße, dem Westlichen und Nördlichen Stadtgraben, auf der Bahnhofstraße inklusive dem ZOB sowie auf dem kombinierten Geh- und Radweg an der Friedrichstraße.

Diese Piktogramme wurden von der Stadt Aalen in Zusammenarbeit mit einem Designer entwickelt. Sie sind ein Mosaikstein im Aalener Radwegekonzept, das der Gemeinderat im September 2020 beschlossen hat.

Das mehrfach auf dem Asphalt der Straße aufgetragene Symbol mit den zwei weißen Kreisen und dem weiß-blauen Doppel-A soll Radfahrern bei der Orientierung helfen dort, wo es keinen separaten Radweg gibt. 16 000 Euro hat die Stadt einst dafür ausgegeben. Zuschussgelder gab es dafür damals keine.

Jetzt, nach der Praxiserprobung, stellen einige Aalener Gemeinderäte Nutzen und Wirkkraft dieser Straßenzeichnungen in Frage. „Die Straßen, die sich Radfahrer an diesen Stellen mit dem motorisierten Verkehr teilen müssen, werden dadurch nicht breiter“, moniert Grünen-Sprecher Michael Fleischer in der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses. Diese Piktogramme könnten keinesfalls eine Alternative sein zu echten breiten Fahrradstreifen. „Die Piktogramme auf dem Altstadtring können wir in die Tonne treten“, redet Fleischer Tacheles.

Peter Peschel (CDU) gibt Fleischer Recht. Symbole oder lediglich markierte Fahrradstreifen gaukelten dem Radfahrer eine Sicherheit vor, die es nicht gebe. Auch Sandra Bretzger (Grüne) hält überhaupt nichts von den Piktogrammen. „Als Fahrradfahrer sieht man sie nicht. Und als Autofahrer gleich gar nicht.“ Wenn es denn tatsächlich so sei, „dann haben wir einen Fehler gemacht. Dann müssen wir das jetzt auch lassen“, folgert Claus Albrecht (FW). Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle verweist darauf, dass es sich um eine Testphase gehandelt habe. „Da ist jetzt kein Millionenverlust entstanden.“ 

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