Radeln zwischen Fluss und Industrie

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810 Meter entlang des Kochers und des gewaltigen Triumph-Areals führt der neue Radwegabschnitt. Grafik: ca
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Das 810 Meter lange Radwegteilstück zwischen Burgstall- und Industriestraße ist offiziell eröffnet. Die ECO-Säule am Beginn im Norden liefert Daten über die Frequentierung.

Aalen

Offiziell eröffnet worden ist der 2. Abschnitt des Radwegs entlang des Kochers zwischen der Burgstall- und der Industriestraße zwar erst am Mittwoch. Unter die Räder genommen haben ihn 2021 aber bereits 6053 Menschen. Stand Mittwoch, 13 Uhr. Das belegt der Zähler an der Strecke. Per Lichtschranke erfasst die ECO-Säule an der Burgstallstraße jedes Fahrrad, das passiert. "Funktioniert bei Fußgängern nicht", weiß Stefan Overmann, der Leiter des Stadtmessungsamtes.

Sein Chef, Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle, ist begeistert. Stadtteile verbinden, sei das Ziel im Radwegenetz. Von der City nach Unterkochen mit dem Rad – nun kein Problem, sicher und steigungsfrei. Am Lückenschluss in der Wilhelm-Merz-Straße wird gerade eine Radspur gebaut. Sind dann erst noch Kocher-Renaturierung und Gestaltung auf dem Union-Areal für das Landratsamt fertig, ist Aalen kaum wiederzuerkennen.

Steidle bedankt sich bei den Grundstücksbesitzern, "die mitgezogen" und so den angenehm breiten, geteerten Weg ermöglicht haben. Die Stadt sei auch künftig auf die Kooperation von Privaten angewiesen, betont er.

Der neue Abschnitt verbinde gewachsene Industrieanlagen und sattes Grün. Das habe Charme. Recht hat Steidle. Wer den Radweg nimmt, dem bieten sich neue Einblicke. Jahrzehntelang war es unmöglich, den Kocher zwischen Seydelmann und Triumph zu "erfahren". Was sich nun bietet, beeindruckt. Es zeigt die schiere Größe des Triumph-Areals mit vielen Bauten, die Stadtplanerfantasie befeuern. Und zu sehen, wo der Pflaumbach in den Kocher mündet, ist für viele Aalener auch neu.

Die Stadtgärtnerei wird die Streckenränder begrünen und auch Bäume pflanzen, sagt die Chefin im Grünflächenamt, Maya Kohte. Ruhebänke sind geplant, denn der Weg soll auch Erholungsraum, nicht nur, aber auch über die Mittagspause, sein.

Ab Überweg Burgstallstraße wurde eine Querungshilfe geschaffen, die breit genug ist für Fahrräder. Eine Ampel sei nicht machbar gewesen, eine Brücke oder eine Unterführung erst recht nicht, aber auch so sei alles sicher, meint Steidle.

Und die Zukunft? Der Anschluss in Richtung Unterkochen bei der Industriestraße, werde im Rathaus bereits geplant, sagt Kohte.

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Urbaner Charme: Neue Brücke trifft alte Industriebauten und dazwischen wächst reichlich Grün. Der neue Radweg lohnt.
Bürgermeister Wolfgang Steidle und die Amtsleiter Maya Kohte und Stefan Overmann (von links) sind mit dem Rad gekommen.
Seit 15. März wird an der Verbreiterung des Radwegs am Landratsamt gearbeitet. Der Radweglückenschluss ist hier in Sicht.

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