Radfahren in allen Facetten

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Kult aus den Siebzigern: Ein Bonanza-Rad mit Fuchsschwanz.
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Radcheck, Sicherheit und Mobilität standen am Samstag beim Abschluss des Stadtradelns hoch im Kurs bei den Besuchern vor dem Landratsamt .

Aalen

Gemeinsam mit der Initiative RadKULTUR des Verkehrsministeriums hat die Stadt Aalen am Samstag einen Rad-Check im Rahmen des Abschlussfestes „Stadtradeln Aalen“ angeboten. Aber nicht nur die technische Sicherheit wurde auf dem Gelände vorm Landratsamt beleuchtet, auch Mobilität, ÖPNV, historische Räder und jede Menge Informationen rund um das Fahrrad standen im Fokus.

Landrat Dr. Joachim Bläse richtete seinen Dank an alle helfenden Hände, die bei der Umsetzung tatkräftig mitgeholfen haben. Die Mobilitätswende und deren Umsetzung seien ihm äußert wichtig, betonte er, und auch die Klimaschutzziele des Landes gelte es zu erfüllen.

Zum Thema Ausbau der Radwege war sich Bläse mit Thomas Wagenblast einig, der den erkrankten OB Frederick Brütting vertrat, und Grüße der Stadt überbrachte. Beide sehen eine Notwendigkeit darin, nicht nur schöne, sondern auch schnelle Radwege zu schaffen. Das heißt, die Relevanz des Radfahrens soll auch im Alltag mehr zum Tragen kommen, besser integriert werden, wofür die nötige Infrastruktur geschaffen und weiter ausgebaut werden müsse.

Über das Thema Mobilität mit dem Rad in Verbindung mit dem Öffentlichen Personennahverkehr konnten sich die Besucher auch an den entsprechenden Ständen informieren. Überhaupt stand am Samstag natürlich alles im Zeichen der Fortbewegung auf dem Drahtesel.

Großen Zulauf hatte der Stand, an dem ein kostenloser Radcheck angeboten wurde. Im Auftrag des Landesministeriums wurden hier die Fahrräder auf ihre Verkehrstüchtigkeit hin untersucht. Mit fachkundigen Augen haben die Profis alle relevanten Teile und die gesamte Mechanik geprüft und auch fehlende Luft in den Reifen aufgefüllt. „Wir geben den Fahrradbesitzern bei Bedarf eine Mängelliste mit, mit der sie in den Fachbetrieben vor Ort die notwendigen Reparaturen vornehmen lassen können“ sagt ein Monteur am Stand. Und auch Pflegetipps, wie beispielsweise Rostentfernung und Schmierung der Kette, wurden gerne angenommen.

Wer es nostalgisch mag, der war im mobilen Museum richtig. Im Pavillon des deutschen Fahrradmuseums aus Bad Brückenau gab es einen Nachbau der Laufmaschine von Karl Friedrich Drais bis hin zu moderneren Fahrrädern aus Aluminium zu sehen. Natürlich durfte auch das in den Siebziger Jahren beliebte „Bonanza-Rad“ nicht fehlen. Und wie steigt man eigentlich auf ein Hochrad, ohne umzukippen? Kein Problem, erklärt ein Mitarbeiter am Stand und setzt sich, von hinten aufsteigend, ohne Mühe auf das Rad, um sogleich in die Stadt zu fahren, um Werbung für den Tag zu machen.

Einst wie heute waren Stürze wohl unvermeidlich. Heute helfen Helme und andere Ausrüstungsgegenstände gegen schwerere Verletzungen. Darüber und über Diebstahlsicherungen informierte die Polizei.

Hingucker: Ein Hochrad, ein Nachbau der Laufmaschine von Karl Friedrich Drais. Fotos: glo
Info rund um das Thema Fahrrad stand im Fokus.
Das Angebot zum Fahrradcheck wurde gerne angenommen.

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