Räder und E-Bikes parken am Steg: nur wo?

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Abstellmöglichkeiten für Fahrräder existieren am Aalener Kulturbahnhof bereits. Jetzt haben die Gemeinderäte über den möglichen Standort einer Mobilitätsstation dort für Fahrräder debattiert. Fotos: opo
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Warum die Gemeinderäte nach einem alternativen Standort für die geplante Mobilitätsstation an den Stegplätzen suchen. Das ist das Ergebnis.

Aalen

An den Stegplätzen wird nachgebessert. Nicht nur finanziell, weil die Gestaltung der beiden Plätze an den Enden des Stegs - sie kosten 430 000 Euro - teurer wird als ursprünglich geplant, sondern auch gestalterisch und funktional.

In der Sitzung des Technischen Ausschusses hatten sich Räte und Verwaltung darauf geeinigt, bis zur Sitzung des Gemeinderats Alternativen für die geplanten Fahrradstellplätze zu suchen. Doch die erarbeitete Alternative führte jetzt erneut zur Debatte - über die  überdachten Fahrradstellplätze und über das Fahrradparkhaus. Das Ergebnis: Nun soll es einen Ortstermin auf dem Stadtoval geben, um dort einen geeigneten Standort für die Mobilitätsstation mit den Fahrradstellplätzen zu finden.

Das ist der Plan

Für Fahrradstellplätze direkt am Steg, der über die Bahnlinie führt, rechnet die Stadtverwaltung  mit 250 000 Euro Kosten. Als Überdachung soll eine Mobilitätsstation, wie bereis an anderen Stellen im Stadtgebiet, realisiert werden. Das Vorhaben ist Teil der Gestaltung der Zugänge zum Steg. Dort sind des Weiteren Sitzgelegenheiten sowie eine Begrünung mit Stauden und Bäumen geplant. Auf der Seite des Stadtovals ergänzt eine Wendeplatte für Lkw und Busse die Freifläche.

Anhand eines Plans erläuterte OB Frederick Brütting, wo nach Auffassung der Verwaltung auf dem Areal Fahrradstellplätze inklusive Mobilitätsstation entstehen könnten.

Das sagen die Räte

Sigrun Huber-Ronecker jedoch erinnerte an die Fragen, wer über den Steg gehe, wer die Mobilitätsstation nutze und wo ihr Standort Sinn mache. „Es gibt diverse Stellen für Fahrradstellplätze“, stellte die Grünen-Politikerin fest und sprach auch das Park- & Ride-Parkhaus am Bahnhof an, in dem es Fahrradboxen geben soll, in denen Räder eingeschlossen werden können. Sigrun Huber-Ronecker plädierte für eine Mobilitätsstation an der Ostseite, also der Längsseite, des Kubaas.

„Dort existieren Fahrradbügel, da wäre die Station viel besser platziert und auch besser erkennbar“, sagte Huber-Ronecker. 

Nähe zum Kuba

Als Argument für die Nähe zum Kubaa führte Sigrun Huber-Ronecker zudem an, dass Kubaa-Gäste mit ihrem Rad zu Veranstaltungen kämen. Da sei neben den zusätzlichen Parkmöglichkeiten auch eine Ladestation sinnvoll. Die Erreichbarkeit der Mobilitätsstation für Radfahrer sei auch unter dem Aspekt wichtig, wenn jemand sein Rad reparieren wolle bzw. müsse. Mit dieser Variante an der Längsseite reduziere man die Autostellplätze nicht.

Thomas Wagenblast betonte, es gehe um die Stellplätze bei den „Spindeln des Stegs“ und nicht um ein gesamtes Parkkonzept der grünen Mitte. Der CDU-Sprecher stellte auch fest, die Mobilitätsstation am Stegaufgang auf Stadtoval-Seite sei nicht optimal. „Hier müsste man Fahrradbügel realisieren“, befand der CDU-Stadtrat und bezeichnete zudem Fahrradstellplätze am Wendehammer auf dem Stadtoval als architektonischen Unsinn. Hingegen könne seine Fraktion der Lösung einer Mobilitätsstation am Kubaa zustimmen, sofern sie keine Autostellplätze koste.

Fahrradparkhaus und die Bahn

Man müsse das Fahrradparkhaus und die vorhandene Infrastruktur ertüchtigen, betonte Thomas Wagenblast und forderte gleichsam Gespräche mit der Bahn. Hier gab es breiten Konsens bei den Fraktionen.

Hermann Schludi brachte den Vorschlag zu einem Ortstermin ein – sobald die grüne Mitte fertig sei. Der Fraktionsvorsitzende der SPD nannte das Fahrradparkhaus, wie Wagenblast auch, als Teil der Lösung bei der Stellplatzsuche. „Ganz im Süden besteht die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit der Bahn, Fahrradstellplätze zu realisieren“, so Schludi.

Schludi, der OB und ein Termin

Frederick Brütting griff Schludis Idee auf. „Wir können uns gerne an Ort und Stelle die Situation ansehen und die Ideen prüfen“, sagte der OB zum Ortstermin.

Claus Albrecht signalisierte Zustimmung zur grundsätzlichen Gestaltung der Stegplätze; bei den Fahrradstellplätzen forderte er zu prüfen, woher die Radfahrer kommen.

Am Ende der Diskussion einigten sich die Räte auf Vorschlag des OBs, die Fahrradstellplätze gesondert erst nach dem Ortstermin zu beschließen. „Anschließend kommen wir damit in den Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik“, sagte der OB. Brütting sicherte zudem eine gesonderte Darstellung der Finanzierung des Stegs auf Hinweis von Michael Fleischer (Grüne) zu.

Über die Fraktionen hinweg waren sich die Gemeinderäte einig, das Fahrradparkhaus am Aalener Bahnhof muss ertüchtigt werden.

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