Rat stimmt für geänderte Kita-Pläne

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Herbert "Joe" Brenner spricht von einem "Skandal". Der OB weist das zurück.

Aalen. Emotional ist die Diskussion im Gemeinderat zum Thema Kita Waldhausen geführt worden. Herbert "Joe" Brenner (CDU) sprach von einem "eklatanten Verstoß gegen die Gemeindeordnung" und von einem "Skandal". Zum Hintergrund: Die Bauverwaltung hatte das Raumprogramm nach dem Baubeschluss im Gemeinderat geändert. Weil nun mehr Ganztagesschüler an der angebundenen Grundschule betreut werden sollen, war laut Baubürgermeister Wolfgang Steidle unter anderem mehr Platz fürs Mittagessen nötig. Der Ortschaftsrat Waldhausen war erst über die Planänderung informiert worden, nachdem Brenner interveniert hatte. In der Gemeinderatssitzung kündigte er an: "Ich werde die Rechtsaufsichtsbehörde informieren." Und weiter: "Ich lasse mich nicht so vorführen!"

Brenner sagte, vom ursprünglichen Kindergarten sei nur noch der Torso übrig geblieben. Auf letzteren Vorwurf antwortete Steidle: "Die Umplanung geschieht zum Wohl der Kinder und erhöht die Qualität des Gebäudes."

Rentschler griff das Wort "Skandal" auf: "Das weise ich entschieden zurück". Es gebe keine Verletzung irgendeines Rechtswegs oder eines anderen Wegs. An dieser Stelle rief Brenner dazwischen, akustisch war das nicht zu verstehen. "Sie sind jetzt bitte ruhig", sagte Rentschler und kritisierte Brenner für seine Emotionalität. Unterstützung bekam Brenner von Norbert Rehm (FDI). Er forderte vom Oberbürgermeister mehr Respekt gegenüber den Gemeinderäten.

Waldhausens Ortsvorsteher Patriz Gentner warb um Zustimmung. Am Ende entschied sich der Gemeinderat mit 25 Ja-Stimmen fürs geänderte Raumprogramm. 14 Rätinnen und Räte enthielten sich, darunter Brenner und viele aus der CDU. Fraktionsvorsitzender Thomas Wagenblast hatte zuvor erläutert, dass das dem "holprigen Verfahren" geschuldet sei, dass die CDU aber den Bau der Kita unterstütze.

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