Raus aus dem Corona-Winterschlaf

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Klar, am Eingang sollte man sich die Hände desinfizieren.

Große und kleine Besucherinnen und Besucher konnten sich am Samstag erstmals nach langer Pause wieder in die Abenteuerwelt der Experimente einlassen.

Aalen

Erstmals nach über vier Monaten hatte das "explorhino Science Center" am Samstag wieder für Besucherinnen und Besucher und Experimentierfreudige geöffnet. Und die rund 120 Experimente und Stationen haben jede Menge Anklang gefunden. Bereits kurz nach der Öffnung waren viele Familien mit ihren Kindern, aber auch eine Reihe Jugendliche vor Ort – natürlich alle mit Maske und nachdem sie ein Datenblatt beim Leiter des Mitmach-Museum Christoph Beutelspacher hinterlegt hatten.

In der vergangenen Woche hatten Beutelspacher und seine Mitarbeiter die Ausstellung aus dem Winterschlaf erweckt und auf die corona-bedingten Anforderungen vorbereitet. So waren eine ganze Reihe Desinfektionsmittelspender zwischen den Experimenten aufgestellt worden, teilweise auch die Abstände vergrößert und Laufwege ausgewiesen worden. "Bereits im vorigen Sommer hatten wir ein gutes Hygienekonzept erstellt und haben dieses noch verfeinert", ergänzt der Leiter und weiter: "Wir freuen uns einfach, dass wir wieder öffnen dürfen und unsere vielen Versuche und visuellen Darstellungen zeigen dürfen." Für die Besucher versuche man ja, Wissenschaft anschaulich zu machen. Mit den Exponaten "Freier Fall" und "Wirbelströme" konnten auch zwei neue Experimente in Augenschein genommen werden.

Familie Maier aus Aalen war am Samstag zum ersten Mal im Science Center. Sie hatten von Bekannten von der Vielfalt und den interessanten Erfahrungen des Museums gehört. "Es gibt hier für Eltern und die Kinder sehr viel zu sehen und zu erfahren", sagt Vater Markus. Sei es über die Geschichte der Erde oder der Schwäbischen Alb, oder die physikalischen Experimente, die Erinnerungen an das einst in der Schule Gelernte wieder erwecken. Der vierjährige Sohn Julian bestätigt: "Man kann hier so vieles ausprobieren."

Man kann hier so vieles ausprobieren.

Julian Maier Explorhino-Besucher

"Die Kinder verstehen zwar nicht alles, können aber viel probieren und viele Knöpfe drücken", bestätigt Helmut Schwarz aus Aalen, der mit seinem Sohn hier ist. Der probiert gerade die Auswirkungen von unterschiedlichen Schallfrequenzen auf Styroporkügelchen aus. Schon öfters war Julia Single mit ihrem siebenjährigen Sohn Jan hier. Der kennt zwar fast alles schon, freut sich aber, dass er endlich wieder Verschiedenes ausprobieren kann. Währenddessen erforscht eine Gruppe Jugendlicher die Veränderung der Körperwärme, wenn man die Hände schnell reibt, und den Energiefluss durch den Körper, beim Berühren von zwei unterschiedlichen Metallplatten mit den Händen.

Beutelspacher bedauert die Einschränkungen, die ab Dienstag wegen der steigenden Inzidenzwerte gelten. "Dann muss man telefonisch oder auf der Homepage des explorinho einen Besuchstermin vereinbaren", erklärt er.

Jürgen Eschenhorn

Sich spielerisch mit wissenschaftlichen Phänomenen beschäftigen, das kann man im explorhino. Am Samstag durften das große und kleine Besucher nach langer Zeit wieder tun.
Hören, sehen, tasten: Wissenschaft zum Anfassen.

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