Rehm will bei der IHK mitmischen

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Norbert Rehm
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Norbert Rehm kandidiert für die Vollversammlung. Ab Oktober führt dort Thilo Rentschler die Geschäfte.

Aalen. Immer wieder geraten Stadtrat Norbert Rehm und OB Thilo Rentschler im Gemeinderat aneinander. Die Geschichte könnte sich vielleicht fortsetzen. Denn Norbert Rehm kandidiert für die Vollversammlung der IHK Ostwürttemberg. Im Herbst wird das oberste Beschlussorgan der Industrie- und Handelskammer per Briefwahl gewählt. Ab Oktober ist Rentschler Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg.

„Die IHK ist eine sehr wichtige Organisation“, sagt Rehm. „Bisher ist sie aber nicht demokratisch aufgestellt.“ Präsidium und Geschäftsführung legen Rehm zufolge Beschlussvorschläge vor, die das Präsidium nur abnickt. Rentschler habe er in Aalen als OB erlebt, der zwar von Demokratie rede, sie aber nicht lebe. Mit ihm als Hauptgeschäftsführer sei also nicht zu erwarten, dass die IHK als Organisation demokratischer werde. Daher habe sich Rehm dazu entschieden, nun für die Vollversammlung zu kandidieren.

Gewählt wird in den Wahlbezirken Schwäbisch Gmünd, Aalen und Heidenheim. Die Sitzverteilung richtet sich nach der Bedeutung verschiedener Branchen in der Region. Rehm kandidiert für die Branche Dienstleitung im Wahlbezirk Aalen. Neun Sitze von insgesamt 50 entfallen auf die Branche im Wahlbezirk. Rehm ist Stadtrat im Ehrenamt. Hauptberuflich ist er als Berater im Bereich Immobilien und Einzelhandel tätig. Er berät zum Beispiel Einzelhändler, die ein Einkaufszentrum realisieren wollen, erzählt er.

Rehm betont, dass sich seine Kritik an der IHK gegen die Organisation richtet, nicht gegen die Mitarbeiter. „Die leisten richtig tolle Arbeit.“ Auch möchte er nicht für Ärger sorgen. „Ich will dort nicht als Krawallkandidat auftreten.“ Ob er Chancen hat, in die Vollversammlung gewählt zu werden, könne er nicht beurteilen. Aber er hofft, dass es klappt.

Katharina Scholz

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