Reiher ohne Respekt vor „Majestäten“

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Auf Beutesuche in Gartenteichen – lassen sich Reiher abhalten?

Aalen. Der Gartenteich mit Fischbesatz auf meinem Grundstück wird von einem Wintergarten halb bedeckt. Auf der anderen Seite erschweren hohe Tannen den Blick auf den Teich. Der wird von einem orginalgroßen Reiher überwacht. Aber der ist aus Plastik. Und beeindruckt einen lebenden Artgenossen offenbar nicht im geringsten. Aus großer Höhe stürzt der hinab zum Teich. Und findet bei den Goldfischen reiche Beute.

Alles geht ruckzuck. Wo der Bursche wohl herkommt? Weit und breit kein nennenswertes Gewässer. Oder doch der Hirschbach? Noch nie dort einen Reiher gesehen. Und der Kocher? Ziemlich weit dorthin.

Freischwebendes Mobile aus CDs

Jetzt hat mein Nachbar ein frei über dem Teich schwebendes Mobile mit alten glitzernden CDs aufgehängt. Seitdem hat sich kein fliegender Räuber mehr sehen lassen. Vorerst?

Am Stammtisch der „Leute aus Aalen“ machte diese Geschichte die Runde. Gerhard Kayser erzählt seine Reiher-Erfahrung.

Hausverbot wird nicht befolgt

„Wir saßen auf unserer Terrasse und entdeckten auf dem Giebel eines Nachbarhauses einen Reiher. Nach einiger Zeit schritt er auf seinen langen Beinen das Dach herunter. Und flog dann weg. Nach wenigen Minuten kam er in unserem Garten hinter einer Hecke hervor und näherte sich in majestätischen Schritten – wie es sich bei Kayser gehört! – unserem kleinen Teich. Er blickte nochmals in alle Richtungen, ob die Luft auch rein ist. Dann konnte sein Mittagsmahl beginnen.

Jetzt mussten wir einschreiten, um unsere kleine Fischzucht zu retten. Mit weiten Schwingen verließ er sichtlich verärgert sein „Stammlokal“.

Ich erwischte ihn fotografisch „in flagranti“. Wir erteilten ihm spontan Hausverbot.

Aber wie reagierte der Reiher? Am nächsten Tag, Punkt zwölf, stand er bereits wieder auf dem Giebel des Nachbarhauses. Einfach respektlos!“

Erwin Hafner

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