RP: Ebnater Steige wird nicht zur B29a

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Die Ebnater Steige von oben gesehen.
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Nordumfahrung Ebnat soll hochgestuft werden. Ebnater Steige bleibt vorerst eine Landesstraße.

Aalen. Das Regierungspräsidium dementiert Gerüchte, denen zufolge die L1084 zwischen Unterkochen und der Autobahn zur Bundesstraße 29a hochgestuft werden soll. Darüber wird im Moment in Aalen und den Teilorten gesprochen. Die Sorge, die vor allem in Unterkochen bei einem solchen Gerücht mitschwingt, scheint klar: Sollte die Ebnater Steige Bundesstraße werden, wäre der Weg frei, die Straße auszubauen. Viele Unterkochener wünschen sich statt des Ausbaus eine Verkehrsentlastung für den Ort.

Deswegen hatte sich in Unterkochen auch so starker Widerstand gegen den Kreisverkehr am ehemaligen Schützen formiert. Die Pläne dafür hat die Verwaltung unter Oberbürgermeister Frederick Brütting inzwischen auf Eis gelegt. Stattdessen soll die Diskussion um den Albaufstieg dieses Jahr von vorne beginnen. Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres eine Trasse zu favorisieren.

Das Regierungspräsidium (RP) teilt auf Anfrage der SchwäPo zum aktuellen Stand mit: „Es ist vorgesehen, dass die Landesstraße 1084 zwischen Beginn der neuen Ortsumfahrung Ebnat und der A7 im Frühjahr / Sommer 2022 zur Bundesstraße 29a aufgestuft wird.“ Im Bereich zwischen Unterkochen und dem Beginn der neuen Ortsumfahrung sei im Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf ein zweistreifiger Neubau der B29a geplant. Heißt im Klartext: Die Nordumfahrung wird Bundesstraße und zumindest im Moment ist keine Rede davon, die Ebnater Steige zur Bundesstraße hochzustufen. Vielmehr soll laut RP die neue Straße Bundesstraße werden.

„Das Regierungspräsidium Stuttgart bereitet für diesen Neubau derzeit das europaweite Vergabeverfahren zur Vergabe der Planungsleistungen vor, so dass voraussichtlich mit der Vorplanung im 2. Halbjahr 2022 begonnen werden kann“, teilt das RP weiter mit. Im Rahmen der Vorplanung würden unterschiedliche Varianten ermittelt, untersucht und beurteilt.

Da es laut RP um eine Trasse zwischen Unterkochen und der Nordumfahrung Ebnat geht, scheinen Varianten wie die Pulverturmtrasse schon vom Tisch zu sein. So mancher in Aalen und den Teilorten bezweifelt, dass überhaupt eine neue Trasse gefunden werden kann. Tritt dieser Fall ein, so steht zu befürchten, dass die Ebnater Steige doch zur B29a hochgestuft und ausgebaut wird.

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