Rühl und Gläser finden: Theater der Stadt sei zu teuer

+
Dass das Theater der Stadt Aalen zuviel Geld verschlingt, finden Thomas Rühl (Freie Wähler) und Dr. Frank Gläser (AfD).
  • schließen

Der Gemeinderat stimmt einem Zuschuss von 1,92 Millionen Euro zu. Warum manche Räte nicht einverstanden sind.

Aalen. Das Theater der Stadt Aalen war Thema in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Zwei Räte finden, dass die Stadt zu viel Geld dafür ausgibt. „Die Kosten laufen immer mehr aus dem Ruder“, sagte Thomas Rühl (Freie Wähler). Man sei davon ausgegangen, dass das Theater nach dem Umzug in den Kubaa kostengünstiger arbeite.
Stattdessen sei das Gegenteil der Fall. Laut Sitzungsvorlage hat der Zuschuss der Stadt im Planansatz für die Spielzeit 2020/2021 rund 1,84 Millionen Euro betragen. Für die Spielzeit 2022/2023 sind nun rund 1,92 Millionen Euro veranschlagt. Rühl nannte das „ein Fass ohne Boden.“ Wenn sich nichts ändere, könne man sich dieses „Fass“ bald nicht mehr leisten. Dr. Frank Gläser (AfD) stimmte Rühl zu. Die anderen Fraktionen jedoch nicht. Natürlich sei der Umzug in den Kulturbahnhof nicht gratis gewesen, sagte Dr. Thomas Battran (Grüne). „Dafür haben wir eine tolle Spielstätte mit Strahlkraft.“ Auch Thomas Wagenblast (CDU) sagte, dieses Haus blühe nach dem Corona-Tiefpunkt das erste Mal richtig auf. „Maßlos geärgert“ hat sich Hermann Schludi (SPD) über Rühls Ausspruch „Fass ohne Boden“. Das Theater leiste finanziell hervorragende Arbeit. Roland Hamm (Linke) schloss sich Schludi an.
Kulturbürgermeister Karl-Heinz Ehrmann erinnerte daran, dass in der Spielzeit 2022/2023 die baden-württembergischen Theatertage anstünden und der Gemeinderat daher bereits einen höheren Zuschuss genehmigt habe. „Die Vorgaben, die Sie gegengeben haben, halten wir ein.“ Das bestätigte Theaterintendant Tonio Kleinknecht. „Der Gemeinderat stellt ein Budget für fünf Jahre zur Verfügung. Daran habe ich mich zu halten und daran halte ich mich.“ Die Materialkosten für Bühnenbilder seien explodiert, die Mindestgage erhöhe sich, diese Mehrkosten stemmt das Theater Kleinknecht zufolge aber aus den Rücklagen.
Bei einer Gegenstimme (Marcus Waidmann, AfD) nahm der Gemeinderat zustimmend Kenntnis von den Berichten zur vergangenen und laufenden Spielzeit ebenso vom Ausblick auf die kommende Spielzeit und vom Rechnungsabschluss für die vergangene Spielzeit.
Bei sechs Gegenstimmen und einer Enthaltung stimmte das Gremium dem Bewirtschaftungsplan für die kommende Spielzeit zu. 

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

Kommentare