Schättere: zurück in den Ortschaftsrat

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Per Waldgesetz ist Radfahren auf mindestens zwei Meter breiten Wegen erlaubt. Jetzt wird neu beraten.

Aalen. Sie ist noch nicht ausgestanden, die unendliche Diskussion um Radfahren auf der Schätteretrasse. Obwohl der Gemeinderatsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik (AUST) Anfang Oktober vergangenen Jahres die Ampel für "Radfahrer frei" auf Grün gestellt hatte. Die Kritik ploppte dieser Tage bei den Haushaltsberatungen des Gemeinderats wieder wieder auf. Christa Klink (Die Linke) und engagiertes Mitglied der Bürgerinitiative (BI) "Hände weg von der Schätteretrasse" hatte beantragt, die Radtrasse auf der Schättere aus dem Etat zu streichen. Ihrer Meinung nach ignoriere der Beschluss im AUST die Beschlüsse des Unterkochener Ortschaftsrats, die Naturschutzbelange und den Bedarf von Fußgängern und Wanderern.

Thomas Wagenblast (CDU) verwies auf das Waldgesetz Baden-Württemberg, wonach Radfahren auf Wegen ab einer Breite von zwei Metern erlaubt sei. Jetzt müsse die Stadtverwaltung deutlich sagen, ob sich auf der Schättere geltendes Recht umsetzen ließe. OB Thilo versicherte sich bei Alois Briel, Vermessungsingenieur im Stadtmessungsamt. Dieser war mit einer Baufirma zwei Mal vor Ort, um die Breite der Trasse auf der gesamten Länge zu vermessen. Demnach haben die asphaltierten Abschnitte eine Breite von 2 bis 2,10 Meter, die Schotterabschnitte seien "mindestens" 2 bis 2,50 Meter breit. Ratsmitglied Helmut Gentner (SPD) bestätigte: Als Notfallsanitäter habe er die Trasse schon einmal mit dem mehr als zwei Meter breiten Rettungswagen befahren. "Das ging ohne Probleme."

Laut Rentschler gibt es eine verkehrsrechtliche Anordnung für die Schätteretrasse zur Sondernutzung als Wanderweg, die auf den 7. November 1974 zurückgeht. Diese sollen nun alle Fraktionen erhalten. "Und dann schauen wir, was im Jahr 2021 Recht und Gesetz hergeben."

Heidi Matzik (SPD), die als Unterkochens Ortsvorsteherin von einer "ungeheuren" trassenfeindlichen Stimmungswelle in ihrem Ort weiß, pochte darauf, dass das Thema neuerlich zur Beratung in den Ortschaftsrat zurückkommt. Laut Rentschler soll es dort am 1. März vorberaten werden und danach in den Gemeinderatsausschuss zurückgehen. "Es sollte dann aber in unserer Sitzungsrunde im März endlich entschieden werden", betonte Michael Fleischer (Grüne).

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