Schmuse-Ecken und ein Bier-Sofa

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OB Thilo Rentschler und Brauereichefin Hermine Barth auf dem Biersofa, das die Aalener Löwenbräu "gezimmert" hat.
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Der Ellwanger Gärtner Johannes Widmann hat das Thema "Aalen – Stadt der Liebe" mit Herzen, ungewöhnlichem Mobiliar und satter Blütenpracht auf den Storchenplatz gezaubert.

Aalen

Sie suchen ein paar Minuten Ruhe im hektischen Innenstadttreiben? Dann ist der Storchenplatz eine gute Adresse. Umrahmt von historischen, typisch Aalener Gebäuden bieten sich dort eine Menge Sitzgelegenheiten und ein Bistro gibt's zudem.

Wer möchte, greift sich eine Gratis-Lektüre aus der Bücherbox. Wer beim entspannten Verweilen lieber kurz die Augen schließt, sollte zumindest sein Näschen öffnen. Es duftet nämlich auf dem Storchenplatz – nach Blumen und nach Sommer. Und das liegt nicht nur an den Pflanzen vor Inge Hopfensitz‘ Blumenladen, sondern in diesen "Aalen-City-blüht-Tagen" an der Gestaltung, die der Ellwanger Gärtner Johannes Widmann dem Storchenplatz verschafft hat.

"Ich habe viele positive Rückmeldungen erhalten. Das freut einen natürlich", sagt Johannes Widmann, der am Storchenplatz gerade nach dem Rechten sieht. "Aalen, die Stadt der Liebe" – dieses Motto hat er gerne aufgegriffen. Bunte Herzen hat er herbeigeschafft und blumige Herzen wachsen lassen. Und weil die Liebe Platz zum Verweilen braucht, gibt es einige Sitzgelegenheiten für Verliebte und solche die es werden wollen.

Schubkarren hat Widmann so drapiert, dass daraus zwei "Fast-Liegestühle" werden. "Das haben wir so in der Lehre gemacht, als Vesperplatz", sagt er.

Auch aus Stahl, aber reichlich ungewöhnlich, ist eine Sitzgruppe ein paar Meter weiter. Stahlwannen hat Widmann auseinandergesägt, quasi halbiert, und mit Holz als Sitzkissen drapiert. Bänke und Stühle sind so entstanden.

Besonders ins Auge sticht am Storchenplatz das Biersofa. Gefertigt aus leeren Bierkisten und dekoriert mit reichlich Grün kann und soll man sich auch da gemeinsam niederlassen. "Ich habe so etwas vor Jahren gesehen und fand es toll. Also rief ich Albrecht Barth von der Aalener Löwenbräu an. Der war erst skeptisch, aber als er verstand, was ich will, begeistert. Das bauen wir, sagte Barth und hat das Sofa wenig später geliefert", dankt Widmann. Wer nicht auf dem Sofa kuscheln will, der kann sich in den Pavillon begeben. "Ein erster Kuss in einem Rosenpavillon, na mehr brauche ich doch nicht zu sagen", lacht der Gärtner.

Aus rostigem Stahl steht der Pavillon im Zentrum des ersten Beetes. Betörend duftenden Rosen ranken sich dort nach oben und eine Blutpflaume ebenso. Ringsum blüht alles. Eine bunte Wildblumenwiese, Begonien, Edelrosen, Chrysanthemen, Stiefmütterchen, Alpenveilchen oder Purpurglöckchen recken die bunten Köpfe in die Höhe. Verschiedene Farne und Gräser hat Widmann ebenfalls ausgesucht, wie neuseeländischen Flachs oder Lampenputzgräser. Das bringt ein abwechslungsreiches Farbenspiel auch bei den Grüntönen. Für die Pflege der Anlagen sorgt der MV Unterkochen. "Unser Betrieb könnte das gar nicht stemmen. Die Leute vom MV machen das toll. Großartig, wie gut das läuft", bedankt er sich.

Zur Gestaltung des Storchenplatzes ist er gekommen, weil der Essinger Gärtnermeister Dieter Stegmaier im Oktober 2019 gestorben ist. "Man hat mich gefragt, und ich habe gerne zugesagt. Viel Arbeit, ja, aber ich habe keine Minute bereut. Das blühende Aalen ist wirklich eine tolle Aktion.

Schön, dass es jetzt bis Ende Oktober weiterläuft, da haben Verliebte hier noch mehr Zeit füreinander", lacht der Meisterflorist Widmann.

Johannes Widmann ist zufrieden mit dem Werk.

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