Schnellverbindung in Kocher- und Brenztal

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ADFC Kreisverbände Aalen und Heidenheim fordern Machbarkeitsstudie

Aalen. Die ADFC-Kreisverbände Aalen und Heidenheim machen sich für die Schaffung einer Radschnellverbindung zwischen den beiden Kreisstädten stark. Damit wollen sie erreichen, dass das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit eine echte Alternative zum Auto werden kann. Deshalb erwarten beide Kreisverbände vom Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim, dass er für diese Maßnahme eine Machbarkeitsuntersuchung in Auftrag gibt.

Entspannt zur Arbeit radeln

Die Radschnellverbindung (RSV) zwischen Aalen und Heidenheim soll schnelles und flüssiges Radfahren möglichst ohne Verkehrslärm, Autoabgase und Gefährdungen gewährleisten. „Wir müssen den Weg zur Arbeit für Rad-Pendler so attraktiv wie möglich machen“, erklären Klaus Berger und Johannes Metzger, die Vorsitzenden der ADFC-Kreisverbände Aalen und Heidenheim, unisono. „Dies beinhaltet für uns auch, dass man dafür eine ruhige Trasse wählt. Dann könnte der Arbeitsweg angenehm und sogar erholsam sein, ganz besonderes, wenn man auf dem Rückweg in den Feierabend hineinfährt.“

Für die RSV denkt der ADFC an einen Planungskorridor, der sich topographisch günstig am Verlauf der Bahnlinie orientiert. Hierbei hält er es für sehr gut möglich, einige Abschnitte des RadNETZes Baden-Württemberg auf der westlichen Talseite zu nutzen. Weil das RadNETZ ohnehin auf den vom Land geforderten Standard gebracht werden muss, würde die Aufwertung zur RSV weniger Aufwand bedeuten als eine komplett neue Trasse.

Da sich die Verantwortlichen des Mobilitätspaktes zum Ziel gesetzt haben, die Mobilität im Kocher- und Brenztal klimagerechter zu gestalten, müsse die Brenzbahn schnellstens ausgebaut sowie ein RSV geplant und gebaut werden. „Die Brenzbahn wird länger dauern, aber eine Radschnellverbindung ist innerhalb von wenigen Jahren und zu einem Bruchteil des Preises zu haben“, fügt der Heidenheimer ADFC-Vorsitzende hinzu.

Wichtig ist dem ADFC auch, dass die Pendler auf dem kürzesten Weg zu den Arbeitgebern gelangen, sozusagen auf einer Direttissima. Denn jeder eingesparte Kilometer bringt dem Rad gegenüber dem Auto einen Vorteil. „Die Anzahl von 2.000 Radelnden pro Tag, die die Qualitätskriterien voraussetzen, werden auf der Strecke jetzt schon an Schönwettertagen erreicht – ganz ohne die zusätzlich erwarteten Pendler. Deshalb fordert der ADFC vom Mobilitätspakt, dass eine Machbarkeitsuntersuchung für den Bau einer RSV in Auftrag gegeben wird.

„Man sollte die Chance nicht aus der Hand geben, mit einer bis zu 90-prozentigen Förderung durch den Bund eine Verkehrsinfrastruktur zu bekommen, die an den Erfordernissen der bedrohlichen Klimaentwicklung ausgerichtet ist“, betonen die ADFC-Spitzen der Kreisverbände.

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