Schüler machen Internetführerschein

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Bildunterschrift: Spendenübergabe im Musiksaal der Aalener Greutschule. Von links: Kursleiterin Debapriya Deb, Jutta Frank (Vhs), Paul Sproll (Stiftung) und Rektor Matthias Thaler mit einigen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern.
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Was die Vhs Aalen, die kirchliche Stiftung „Zukunft für Familie“ und der Förderverein „Horizonte“ der Greutschule damit zu tun haben.

Aalen

Es ist ein Pilotprojekt, an der Greutschule, bislang einzigartig in Aalen: Dritt- und Viertklässler lernen, wie man richtig und vernünftig mit dem Internet und digitalen Medien umgeht. Das machen sie freiwillig, es steht nicht auf dem Lehrplan. Doch die Resonanz ist groß. „65 der 90 Drittklässler und 50 der 75 Viertklässler hängen deshalb jeweils am Dienstagnachmittag eine Stunde dran“, berichtet Rektor Matthias Thaler.

Weil der Kurs nicht im Lehrplan steht, hat die Schule aber keine eigenen Mittel zur Finanzierung. Ein kleines lokales Netzwerk sorgt dafür, dass es dennoch klappt. Neben der Schule selbst sind deren Förderverein „Horizonte“, die Volkshochschule Aalen und die kirchliche Stiftung „Zukunft für Familie“, die zur Aalener Salvatorgemeinde gehört, dabei.

Die kirchliche Stiftung hat jetzt für dieses Schuljahr 1500 Euro für dieses Projekt zur Verfügung gestellt. Rektor Matthias Thaler und Jutta Frank, bei der Vhs Fachbereichsleiterin für berufliche Weiterbildung, freuen sich über das Geld. Denn die Volkshochschule stellt eine ausgebildete Fachkraft. Dafür wurde Debapriya Deb gefunden, eine aus Indien stammende Lehrerin. Sie lebt in Aalen und hat selbst einen Sohn an der Greutschule. Man lerne bei diesem Kurs in Gruppen, erklärt sie in fließendem Deutsch; eine Gruppe bestehe aus acht bis neun Kindern. Dabei gehe es nicht nur um Techniken, sondern etwa auch um Gefahren, die mit dem Internet verbunden sind.

Genau genommen sind es ja zwei Kurse. Ein Grundkurs vermittelt Basiswissen für Drittklässler, ein Aufbaukurs führt Viertklässler zum Internet-Führerschein. Das Interesse unter den Schülerinnen und Schülern erklärt man sich auch mit den Erfahrungen in der Coronakrise. Die habe die Defizite bei der Einführung und Umsetzung der Digitalisierung an den Schulen offengelegt.

„Diese Art von Bildung ist eine Investition in die Zukunft, eine wertvolle Unterstützung für Familien, die in der Pandemie besonders belastet waren – und bei diesem Projekt auch ein wichtiger Beitrag zur Integration“, betont Paul Sproll, der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung.

  • Spenden für Projekte
  • Die kirchliche Stiftung Zukunft für Familie fördert familien- und erziehungsorientierte Projekte und ist dabei auch auf Spenden angewiesen. Spendenkonto: IBAN DE06 6145 0050 1000 3113 10 bei der Kreissparkasse Ostalb.

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