Schul-IT: Wer den Service übernehmen soll

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Nach und nach werden alle 21 Aalener Schulen digitalisiert.
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Die Räte sorgen sich um die Einrichtung und Pflege der digitalen Geräte.

Aalen. Ungewohnt versöhnlich war der Ton der „Lehrerfraktion“ unter den Gemeinderäten, als es in der jüngsten Ratssitzung erneut um den Medienentwicklungsplan für die 21 Aalener Schulen ging. Ralf Meiser, Grünen-Stadtrat und Schulrektor (wenn auch in Hüttlingen) bedankte sich ausdrücklich und erstmals „ganz herzlich“ bei der Aalener Stadtverwaltung: Die Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung, Gemeinderat und Schulen, habe dazu beigetragen, dass jetzt „viele wichtigen Dinge auf den Weg kommen“. Meiser betonte die Aufgabe der Stadt, die als Schulträger für „optimale Bedingungen“ sorgen müsse, damit die Lehrer optimal lehren können und die Schüler optimale Lernbedingungen vorfinden. Die Stadtverwaltung müsse sich als Dienstleister betrachten und dafür Sorge tragen, dass „die vielen Millionen Euro“ in die Digitalisierung der Schulen gut veranlagt werden. Seie Fraktion, so Meiser, schaue positiv nach vorne und werde den Prozess kritisch und produktiv begleiten.Zuvor hatte Schuldezernent Karl-Heinz Ehrmann eine Bilanz gezogen: Demnach habe die Stadt bislang 63 Prozent der Schülerinnen und Schüler aller 21 Aalener Schulen mit Tablets ausgestattet. In Zahlen: Von insgesamt etwa 6000 Schülerinnen und Schülern haben 3782 ein digitales Endgerät erhalten. Weitere 735 Tablets habe man bislang an Lehrerinnen und Lehrer ausgegeben.

Drei voll ausgestattete Schulen

Voll abgeschlossen sei die Digitalisierung an der Galgenbergschule, der Schillerschule und der Kocherburgschule Unterkochen.
„Fast vollständig“ eingerichtet als „Digitale Schule“ seien das Theodor-Heuss-Gymnasium und das Kopernikus-Gymnasium. Das Schubart-Gymnasium und die Gemeinschaftsschule Welland erreichten diesen Status im Frühjahr 2022.
Anschließend folgen die Greutschule und die beiden Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, die Weitbrechtschule und die Hermann-Hesse-Schule, und dann die zehn Grundschulen.
Ehrmann betonte auch: „Alle Schulen werden gleich behandelt, abhängig aber von Lieferketten, Dienstleistern und Personal.“ OB Frederick Brütting ergänzte: „Es war richtig und wichtig, dass wir uns mit Vertretern der Schulen noch einmal zusammengesetzt haben.“ Schließlich sei es eine große Herausforderung, die Digitalisierung aller 21 städtischen Schulen auf den Weg zu bringen.
Allen Fraktionen ist wichtig, allen Schulen „bestmöglich“ digital auszustatten. Wie andere machte etwa Karl-Heinz Vandrey (SPD) deutlich, dass die Aufgabe der Einrichtung und Pflege der digitalen Geräte nicht auf die Schulen übertragen werden dürften. Das sei Aufgabe der IT-Abteilung des Schulträgers, also der Stadt Aalen, so Vandrey sinngemäß.
Hartmut Schlipf (CDU) wünscht sich, dass die Stadtverwaltung das Gremium halbjährig über die weitere Umsetzung an den Schulen informiert.
Arian Kriesch (FDP) kritisierte, wie schon mehrfach in der Vergangenheit, dass die vorgesehene Internetgeschwindigkeit nicht ausreiche. (Für die weiterführenden Schulen sind 300 Mbit/s vorgesehen, für die Grundschulen und Sonderpädagogischen Schulen 100 Mbit/s, Anm. der Red). Roland Hamm (Die Linke) gab zu bedenken, dass die Personalressourcen im städtischen Amt für IT verbessert werden müssen, wenn das Amt für die Administration der Schul-IT zuständig sein soll. „Zumindest zunächst wäre es zur Überbrückung sinnvoll, einen externen Dienstleister einzusetzen.“

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