Schulkinder: Wo Betreuung in Aalen noch ausgebaut werden muss

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In Aalen ist man zuversichtlich, bis 2026 den Rechtsanspruch auf Schulkindbetreuung gewährleisten zu können. Trotzdem muss bis dahin noch einiges getan werden. Symbolfoto: pixabay
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  • Katharina Scholz
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Ab 2026 haben Eltern einen Rechtsanspruch darauf, ihr Grundschulkind ganztags betreuen zu lassen.

Aalen

Ab 2026 haben Eltern einen Rechtsanspruch darauf, ihre Kinder ganztags in der Grundschule betreuen zu lassen. Sozialbürgermeister Karl-Heinz Ehrmann, der diese Woche mit dem Sachstandsbericht zum Thema durch die Ortschaftsräte tourt, zeigt sich zuversichtlich, dass das in Aalen gelingt. Schließlich sei der Ganztagesbetrieb für 15 von 16 Grundschulen im Stadtgebiet bereits genehmigt.

Wasseralfingen:Laut Guido Nordhausen vom Amt für Soziales, Jugend und Familie gibt es an der Braunenbergschule und an der Karl-Kessler-Schule an vier Tagen ein Ganztagesangebot. Auch an der Weitbrechtschule würden 15 Kinder ganztags betreut. Was die Räumlichkeiten angeht, findet Sigrun Huber-Ronecker (Grüne), sei man in Wasseralfingen mit dem Neubau Bildungscampus Braunenberg gut aufgestellt. Probleme sieht sie im Fachkräftemangel. Albrecht Jenner (SPD) fragte nach, ob es auch an weiterführenden Schulen Ganztagesangebote gebe. Nordhausen antwortete, dass die meisten Schulen das über freiwillige Angebote wie Arbeitsgruppen oder Hausaufgabenbetreuung abdeckten. Franz Fetzer (Freie Wähler) fände es schön, wenn alle Schulen die gleichen Zeiten abdeckten. Josef Fuchs (CDU) zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingt, den Rechtsanspruch zu erfüllen. Der Rat nahm den Bericht einstimmig zustimmend zur Kenntnis.

Unterkochen: Martin Schneider vom Amt für Jugend, Familie und Soziales zufolge gibt es an der Kocherburgschule in Unterkochen bereits ein Ganztagesangebot. Harry Kühn (CDU) schlug vor, Eltern in der Betreuung zu integrieren. Ehrmann antwortete, dass viele Mütter und Väter in den Berufen arbeiten möchten, in denen sie sich qualifiziert haben. Aber natürlich seien Eltern willkommen, sich bei der Stadt für eine Stelle in der Schulkindbetreuung zu bewerben. Martina Lechner (SPD) freute sich über das „überdurchschnittliche Angebot“, das es in Aalen bereits jetzt gebe. „Es wird Zeit, dass der Rechtsanspruch für Grundschulkinder kommt.“ Schließlich gebe es den Rechtsanspruch in den Kitas bereits. Der Ortschaftsrat nahm den Bericht einstimmig zustimmend zur Kenntnis.

Waldhausen: In Waldhausen stellte Guido Nordhausen die Planung im Detail vor. Vor allem verlange das Projekt einen enormen Personaleinsatz, den man kontinuierlich in Angriff nehmen müsse. Immer mehr berufstätige Eltern wünschten eine Ganztagesbetreuung, auch die Mittagessen-Betreuung sei im Primarbereich immer stärker gefragt.

Von einem „dicken Brett“ sprach Ortsvorsteher Patriz Gentner in der Diskussion. Waldhausen sei mit dem Umbau der Kellerräume zur Interims-Kita einen richtigen und wichtigen Schritt gegangen. Ab Januar 2023 werden diese Räume für die Schulkindbetreuung verwendet. Der Ortschaftsrat votierte einstimmig pro Sachstandsbericht.

Hofen: In der Schulkindbetreuung steht Hofen gut da. Das konstatierte Martin Schneider. Die Differenz zum Rechtsanspruch sei für den Ortsteil gering. Bereits im vergangenen Jahr habe man die Hausmeisterwohnung umgebaut und dadurch weitere Räume für die Betreuung von Schulkindern geschaffen. Dies sei eine gute Basis, um Kinder in der Mittagszeit sowie den Randzeiten eine differenzierte Betreuung anzubieten. Schneider lieferte dann auch Zahlen: Von 90 Grundschulkindern hätten Eltern von 34 Kindern Mittagessen gebucht; 38 Kinder seien in Hofen in der Ganztagesbetreuung.

Ortsvorsteher Christian Wanner betonte, dass in Hofen bei der Grundschule bereits viel erreicht sei und das Angebot für Mittagessen und die Ganztagesbetreuung existiere. Dennoch stehe, so Wanner weiter, die Stadt vor einer Herausforderung. Am Ende signalisierten die Ortschaftsräte einstimmig dem Beschlussantrag positiv gegenüberzustehen.

Berichte über die Situation in den übrigen Ortsteilen folgen.

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