Schwerer Rückschlag auch für den Steg

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So soll der von Architekt Werner Sobek geplante Steg das Stadtoval beim Hotel mit Bahnhof und ZOB verbinden.
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Für den Stadtoval-Steg hatte OB Brütting ebenfalls keine guten Nachrichten.

Aalen. Wie geht's weiter beim umstrittenen Steg über die Bahngleise beim Stadtoval? Seit Freitag ist offenbar laut OB Frederick Brütting klar: Vom Land gibt es keine weiteren Fördermittel für den Steg. Das ist umso bemerkenswerter, weil sein Vorgänger im Amt, Thilo Rentschler, noch vor einem knappen Jahr betonte, man habe "in Stuttgart um Fördergelder gekämpft wie ein Löwe". Demnach habe laut Rentschler das Wirtschaftsministerium signalisiert, dass die Finanzierung des Stegs als Bestandteil des Sanierungsgebiets Stadtoval komplett förderfähig sei. Heißt: 60 Prozent der förderfähigen Kosten werden gefördert. Damit wackelt neben dem Kombibad auch der Steg - zumindest in seiner bisherigen Form. 

Das bestätigte beim Bürgergespräch im Hirschbachclub auch Brütting. 60 Prozent der Kosten wollte man über Zuschüsse finanzieren. Waren im Mai 2021 noch 8,7 Millionen Euro für den Steg von Architekt Werner Sobek veranschlagt (also bereits 2,2 Millionen über der ursprünglichen Schätzung), spricht Brütting mittlerweile von etwa über zehn Millionen Euro an Kosten. 

Nicht bekannt ist, warum das Land die zwei Förderanträge der Stadt ablehnte. Nach der ersten Ablehnung forderte das Land die Stadt noch auf, einen zweiten Antrag einzureichen - der dann vergangene Woche jedoch auch abgelehnt wurde. Kurios: Einen kleinen Anteil, laut Brütting 700.000 Euro, habe das Land bereits ausbezahlt. Vorbereitende Arbeiten hätten auch schon begonnen. 

Der Gemeinderat muss sich erneut mit dem Steg befassen

Wie geht es jetzt weiter? "Ich muss mit dem Gemeinderat sprechen", sagte Brütting. Schließlich seien auch die Aufträge für den Steg bereits vergeben. Unklar ist aktuell auch, ob eine günstigere Variante des Stegs gebaut werden könnte. So oder so:  2,5 Millionen Euro Planungskosten sind bereits aufgelaufen, wie Rentschler im Mai 2021 im Pressegespräch erläuterte. Und laut Brütting komme bei jedem Bauprojekt irgendwann der Punkt, ab dem man nicht mehr zurück könne.

Der Steg soll als markantes Wahrzeichen das Stadtoval beim Hotel mit dem Bahnhof und ZOB verbinden.  Tobias Dambacher

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