Secontique eröffnet bald

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Noch stehen Anton Vaas und Regina Hagmann-Kuttruff vor weitgehend leeren Regalen im neuen Second-Hand-Laden "Secontique" in der Aalener Mittelbachstraße.

Die Aktion Hoffnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart eröffnet in Aalen einen Laden. Was dahinter steckt.

Aalen

Am 25. September wird ein weiterer Leerstand in der Aalener Innenstadt wieder belebt. Dann eröffnet in der Mittelbachstraße 8 (ehemals Dr. Skate), "Secontique", der insgesamt vierte Laden für hochwertige Second-Hand-Mode der Aktion Hoffnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Derzeit laufen die letzten Arbeiten an der Einrichtung des Geschäfts.

"Wir wollen hier mit dem Verkauf von gut erhaltener und hochwertiger Second-Hand-Kleidung Erlöse für unsere Eine-Welt-Projekte in aller Welt erwirtschaften", erklärt Anton Vaas, Vorstand der Aktion Hoffnung Rottenburg Stuttgart. "Wir haben Aalen im Zusammenwirken mit Citymanager Reinhard Skusa als guten Standort für unseren vierten Laden dieser Art ausgemacht."

Die Aktion Hoffnung sammelt seit den 1960er-Jahren gebrauchte Kleidung, damals in Sammlungen, später in Containern, zuletzt rund 6500 Tonnen pro Jahr. "Weil sich die Wertschätzung für Kleidung in den vergangenen Jahren vermindert hat, mehr billige Kleidung gekauft wird und mehr gut erhaltene Kleidungsstücke schneller entsorgt werden, haben wir uns 2018 für die Einrichtung von Verkaufsläden entschlossen", sagt Vaas.

Man wolle hier gut erhaltene Kleidungsstücke im Sinne von St. Martin an Menschen weitergeben, die diese Stücke suchen, die individuelle Einzelstücke kaufen wollten. "Zudem werden so Ressourcen geschont, weil Textilien sehr aufwendig produziert werden", ergänzt er.

Regina Hagmann-Kuttruf, Bereichsleiterin "Second Hand" der Aktion Hoffnung, sagt: "Ende Februar hatten wir erste Kontakte mit Reinhard Skusa, Ende Juli wurde dann der Mietvertrag unterschrieben und die Ladeneinrichtung mit gekauft."

Wir wollen damit Erlöse erzielen für Eine-Welt-Projekte.

Anton Vaas Vorstand der Aktion Hoffnung

Auch erste Mitarbeiterinnen wurden eingestellt, "beide in Aalen bekannt und verwurzelt und in der Textilbranche erfahren", ergänzt Hagmann-Kuttruf.

Ergänzt werden soll das Team durch ehrenamtliche Helfer, die mitwirken wollen. "Ehrenamtliche bereichern das Team", sagt Anton Vaas.

Verkauft wird im Laden ausschließlich gespendete Mode für Damen und Herren, "sowohl günstige Stücke für einstellige Beträge als auch Schätzle, die teurer sind", betont Regina Hagmann-Kuttruff. Gedacht ist das Angebot für alle Milieus, die gebrauchte Kleidung wertschätzen. Die Spenden können im Geschäft abgegeben werden, werden hier sortiert und gebügelt. Was nicht verkauft werden kann, wird in einen anderen Laden gegeben oder mit Hilfstransporten über Partnerorganisationen in Entwicklungsländer verteilt.

Darüber hinaus sind in den Räumen Veranstaltungen für Gruppen oder Schulklassen zum Thema "faire Mode" geplant, sowohl veranstaltet von der Aktion Hoffnung oder auch von anderen Organisationen, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Am Freitag, 18. September, werden von 9 bis 16 Uhr Kleiderspenden entgegengenommen, Interessenten können sich dann über die Arbeit der Aktion Hoffnung informieren. Interessenten für ehrenamtliche Tätigkeiten können sich zu Öffnungszeiten melden. Diese ab dem 26. September Samstag von 10 bis 15 Uhr, Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr.

Jürgen Eschenhorn

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