Skater hoffen auf ein echtes Event

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Beim Treff am Samstagnachmittag am Skaterpark unter der Hochbrücke ging es um diesen und mögliche andere künftige Standorte.
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Wie die Szene mit OB Brütting vor Ort ins Gespräch kommt.

Aalen. Es soll einen Zugewinn für die Skater geben, dies machte OB Frederick Brütting bei einem Treff mit Vertretern der Szene an der Anlage unter der Hochbrücke deutlich. Wo das sein wird, am bisherigen Standort oder auf der anderen Seite der Bahn, dies ist noch offen. Viele Hausaufgaben sind zu machen, und Brütting sagt: „Das schaffen wir nicht von heute auf morgen.“

Klar, er weiß, dass da auch der Gemeinderat ein Wörtchen mitzureden hat. Bereits während des Wahlkampfes hatte Brütting versprochen, was Rechtes in Sachen Skater-Park auf den Weg bringen zu wollen. Und die zirka 30 begeisterten Skater, Langjährige wie Newcomer, äußern ganz vorsichtig schon mal ihre Wünsche. Der Skater-Park sei zu klein, keine Überdachung, keine Möglichkeit zur Belebung der Szene, heißt es im Brainstorming, zu dem der OB aufruft.

Jan Grau vom Haus der Jugend bringt zum Ausdruck, dass „sich immer mehr junge Leute fürs Skaten interessieren.“ Immer wieder fällt das Wort von der fehlenden Überdachung. „Ich bin offen in Sachen Standort, aber es muss was Rechtes sein“, pflichtet OB Brütting bei, und er fügt hinzu: „Wir können natürlich keinen Skater-Park wie in Santa Barbara schaffen.“

Stefan Overmann, Leiter des Amts für Vermessung, Liegenschaften und Bauverwaltung, verweist darauf, dass einer Verlängerung des Skater-Parks gewisse Grenzen gesetzt seien. Zentraler Punkt sind die Stellplätze, die als Dienstbarkeiten an die Sparkasse und die Polizei gegeben wurden. Wenn man weiß, wie groß das Ganze werden solle, könne man in Sachen Verlagerung der Stellplätze verhandeln.

Aus der Mitte der Skater-Freaks kommt der Vorschlag, den Skater-Park auf der anderen Seite der Bahngleise zu installieren. Der OB ist nicht abgeneigt. Vorteil: Das Gelände gehört der Stadt, wäre überdacht und man könnte den Park rund oder quadratisch gestalten. Einige Jugendliche erklären ihre Bereitschaft, selbst Hand anzulegen. Quasi selber bauen, mit Geld der Stadt. Auch da ist der OB offen, allerdings müssten die Geräte abgenommen werden, schließlich stehe die Stadt in der Verkehrssicherungspflicht.

Jetzt sei die Gelegenheit gut, im Rahmen der Haushaltsplanberatungen Mittel anzumelden, so der OB. Es gehe um einen Skater-Park, der seinen Namen verdiene.

Brütting schlägt eine Kooperation zwischen Stadt, Haus der Jugend, dem Bauhof und Anwesenden vom Kollektiv K vor. Der anwesende Architekt Jannis Merz zeigt sich bereit, einen ersten Plan in 3D zu zeichnen.

Am Ende haben die Jugendlichen ein gutes Gefühl, dass man durch die Bereitschaft von OB Brütting die Hoffnung auf ein echtes Skating-Event haben darf. Egal, wo es künftig auch platziert sein wird. „Ein bis zwei Jahre müsst ihr schon noch mit dem jetzigen Park vorliebnehmen“, stellte der OB fest. Und der Gemeinderat muss die entsprechenden Mittel freigeben ...

Lothar Schell

Treff am Samstagnachmittag am Skaterpark unter der Hochbrücke: Dabei ging es um diesen und mögliche andere künftige Standorte.
Treff am Samstagnachmittag am Skaterpark unter der Hochbrücke: Dabei ging es um diesen und mögliche andere künftige Standorte.

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