Smart City Aalen : Mit 5G Verkehrsunfälle vermeiden

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Die Partner des Projekts „5G-trAAffic“ der Region Ostwürttemberg (v.l.): Prof. Stephan Ludwig (Hochschule Aalen), Felix Unseld (Leiter der Wirtschaftsförderung uns Smart City, Stadt Aalen) und Wolfgang Weiß (Geschäftsführer ZDE). Fotohinweis: ©

Digitalisierung Ein Kooperationsprojekt „5G-trAAffic“ der Hochschule Aalen, Stadt Aalen und des Zentrums für Digitale Entwicklung (ZDE).

Aalen

Ob Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer oder Autofahrer – alle nehmen am Straßenverkehr teil und wollen sicher ankommen. Dazu müssen bestehende Konzepte neu gedacht oder weiterentwickelt werden. Gerade auch, weil sich die Mobilität stark wandelt und immer neue Fortbewegungsmöglichkeit dazu kommen.

Den Verkehrsfluss optimieren

Unter der Leitfrage „Wie kann durch den Einsatz des Mobilfunkstandards 5G an Verkehrsknotenpunkten innerhalb der Stadt Aalen die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöht werden?“ möchte die Stadt Aalen gemeinsam mit der Hochschule Aalen, dem Zentrum für Digitale Entwicklung (ZDE) und weiteren Partnern die Kreuzungen der Stadt für die Bürgerinnen und Bürger langfristig sicherer machen sowie den Verkehrsfluss optimieren. Das teilt die Hochschule mit. Zeitgleich gehen die Projektbeteiligten mit „5G-trAAffic“ den nächsten Schritt in Richtung Smart City. Das Projekt wird dabei durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Rahmen der 5G-Umsetzungsförderung mit insgesamt 2,6 Millionen Euro gefördert und startet jetzt im Januar 2022.

Wie Bürger profitieren

Darum geht es: Digitale Technologien eröffnen bei der Planung und Weiterentwicklung der Mobilität der Zukunft neue Wege. Dazu fließen in dem Smart-City-Projekt „5G-trAAffic“ der Stadt Aalen die Expertise des Zentrums für Digitale Entwicklung (ZDE) sowie die Kompetenzen weiterer Unternehmen wie der Bernard Technologies GmbH, der T-Systems International GmbH Connected Mobility sowie Forschenden des Fraunhofer IAO, der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und der Hochschule Aalen ein.

Vom Projekt „5G für die Verkehrssicherheit (5G-trAAfic)“ sollen Bürgerinnen und Bürger langfristig profitieren, indem mithilfe des 5G-Netzes mögliche Kollisionen oder Beinahe-Unfälle erkannt werden und die Teilnehmenden rechtzeitig durch verschiedene Hinweise gewarnt werden. Diese können zum Beispiel Fahrradfahrer davor schützen, im toten Winkel von Lastwagen verletzt zu werden. Auch eine Echtzeitverkehrsregelung wäre mithilfe von 5G-Daten möglich und könnte Staus und Wartezeiten vermindern, so die Hochschule. Dazu stelle das ZDE zusätzlich zum öffentlichen 5G-Netz der Deutschen Telekom ein privates Netz für das Projekt zur Verfügung und stehe beratend zur Seite. Darüber hinaus biete der „Smart-City-Campus“ des ZDE eine weitere Test- und Forschungsmöglichkeit. „Auf dem Campus bilden wir die Stadt der Zukunft mit zahlreichen relevanten Anwendungen und über alle Netzebenen inklusive eines 5G-Campusnetzes hinweg ab und können für ‚5G-trAAffic‘ somit ideale Bedingungen für ein Testszenario der Projektansätze einbringen“, so ZDE-Geschäftsführer Wolfgang Weiß.

Die Roschmann-Kreuzung und die Rathaus-Kreuzung in Aalen sind als erste Forschungsplätze angedacht, an denen versuchsweise verschiedenen Sensoren wie Video-Kameras oder Bewegungsmelder angebracht werden sollen, um das Verkehrsgeschehen für das Projekt zu erfassen. Zeitgleich soll erforscht werden, inwieweit ein derartiges System in das bestehende Verkehrsleitsystem der Stadt integriert werden kann“, so Prof. Dr. Stephan Ludwig, der seitens der Hochschule Aalen das Projekt leitet. „Der Zuschlag zeigt, dass in Aalen an den wesentlichen Zukunftsfragen gearbeitet wird. Gemeinsam mit den weiteren Projekten in Ostwürttemberg entsteht hier eine Kompetenzregion 5G!“, freut sich Oberbürgermeister Frederick Brütting.

Aalener Kreuzung am Rathaus. Hier treffen die Friedrichstraße und die Julius-Bausch-Straße auf die Stuttgarter Straße.
Aalener Kreuzung am Rathaus. Hier treffen die Friedrichstraße und die Julius-Bausch-Straße auf die Stuttgarter Straße.

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