So farbig geht es vor der VR-Bank zu

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Bernhard Lessle und Wiktoria Mielczarek haben den Platz vor der VR-Bank in eine blühende Oase verwandelt.
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Der "Platz der Fahrradkulturen": Gärtnermeister Bernhard Lessle setzt auf Blütenpracht, aber auch auf trittsichere Pflanzen.

Aalen In der Aktion Aalen City blüht heißt der Bereich vor der VR-Bank in der Bahnhofstraße „Platz der Fahrradkulturen“. Hierzulande kennt man den Drahtesel eher so, wie er dort mitten im Blumenbeet steht: als Vehikel, um mit Muskelkraft von A nach B zu kommen. Was auch auf der Ostalb erst langsam populär wird, ist in anderen Kulturen üblich: das Fahrrad als Transportmittel für Waren - das Lastenfahrrad. Ein großes Bild zeigt einen Asiaten, feste strampelnd, und auf dem Gepäckträger Kartons, mannshoch hinter sich aufgestapelt. Doch das war sie dann auch schon, die Darstellung der Fahrradkulturen. Und das ist auch völlig in Ordnung so, findet Kreisgärtnermeister Bernhard Lessle. Er hat das Areal mit seinem Team und viel Engagement gestaltet. „Wir haben versucht, massiv Farbe reinzubringen und nicht ganz zu vergessen, dass die Aktion ja Aalen City blüht heißt.“

Die Gestaltung: Drei Blumeninseln vor dem Haupteingang, die größte liegt rund um die Fahnenmasten der VR-Bank. Orange und Blau dominieren in diesem Beet als Farben der VR-Bank - einer der wesentlichen Sponsoren. Zur Straße hin: blaue Salvien, Angelonia und Enzian. Weiße Geranien, weiße Euphorbien und weiße Vinca neutralisieren und lassen die übrigen Farben regelrecht leuchten. Auf der anderen Seite pralles Orange: Zinnien, Dahlien und Tagetes –  gleich beim Pflanzen mit Schneckenkorn gewappnet gegen ungebetene Gäste, erzählt Lessle.

In der Mitte: ein symbolischer Radweg, angedeutet durch satt-grünes Sternmoos, die weiß blühende Isotoma und Dichondrona mit ihren kelchförmigen silbrigen Blättern. Stauden, die allesamt gut mit einem vollsonnigen Standort zurechtkommen. Der Clou: Die Pflanzen auf dem angedeuteten Fahrradweg sind tatsächlich trittsicher. „Man kann bedenkenlos drauftreten“, demonstriert Lessle die Gestaltung, die auch im Hausgarten durchaus als naturnahe Alternative zum Plattenweg geeignet sei.

Ein echter Hingucker: das Treppengerüst auf der rechten Seite. Lessle: „Das haben wir schon einige Male am Marktbrunnen verwendet.“ Hier ist es über und über mit Geranien bepflanzt, in strahlenden Rosa- und Pinktönen. Flankiert von Hortensien und einer Bananenstaude, am Rand von Portulakröschen und Oreganohopfen. Auf der linken Seite vorm Haupteingang: ein kleineres Beet mit einer etwa 1,70 Meter hohen Dipladenia. Voller rosafarbener Blüten, eine wahre Pracht. Und am Boden: Süßkartoffel. Lessle: „Die bekommt sogar kleine Früchte, die man essen kann.“

Die Herausforderung: „Dieser Platz ist nicht ganz einfach. Er liegt bis mittags im Schatten, dann ist er voll sonnig", beschreibt Lessle. Allerdings kämen mit diesen Anforderungen mehr Pflanzen zurecht, als wenn es anders herum wäre, sagt der Gärtnermeister. Anders als die übrigen blühenden Plätze dieser Aktion wird dieser nicht von den Gartenbauvereinen gegossen, sondern von der Stadtgärtnerei. Weil hier kein Wasseranschluss vorhanden ist, rücken die Mitarbeiter etwa drei Mal die Woche mit dem Wasserwagen an. Etwa alle drei Wochen, so Lessle, sei er mit einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter zum „Ausputzen“ vor Ort. Verblühtes oder Verwelktes abschneiden, nach Unkraut schauen. Schließlich soll der Platz der Fahrradkulturen bis zum Ende der Aktion am 2. September eine echte Augenweide bleiben.

Die ideale Pflanze für jemanden, der wenig Zeit hat

Tipp für Blumenliebhaber: die Dipladenia. Eine ursprünglich tropische Pflanze, die Trockenheit, Sonne und hohe Temperaturen liebt. Im Topf oder im Kübel ist die Mandevilla, so ihr lateinischer Name, eine Zierde für jeden Balkon und jede Terrasse. Ihr besonderer Charme: „Die Pflanze ist ideal für jemanden, der wenig Zeit hat“, sagt Gärtnermeister Bernhard Lessle. Sie braucht nicht viel Wasser, verblühte Blüten müssen nicht abgeschnitten werden, sondern fallen von selbst ab. Einziges Problem: Mit dem Winterklima auf der Ostalb kommt die ansonsten anspruchslose Dipladenia nicht zurecht. Deshalb: Angesagt ist Überwintern im Wohnzimmer oder an einem eher kühlen Standort, aber bitte vorsichtig sein mit dem Gießen. Lessle: „Steht sie im Wasser, bekommt sie schnell gelbe Blätter.“

Bernhard Lessle hat den Platz vor der VR-Bank in eine blühende Oase verwandelt.
Mitarbeiter des Bauhofes rücken regelmäßig zum Gießen an.
Die Dipladenia: Sie ist die ideale Pflanze für sonnige Standorte und jemanden, der wenig Zeit
Bernhard Lessle hat den Platz vor der VR-Bank in eine blühende Oase verwandelt.
Bernhard Lessle hat den Platz vor der VR-Bank in eine blühende Oase verwandelt.
Bernhard Lessle hat den Platz vor der VR-Bank in eine blühende Oase verwandelt.
Bernhard Lessle hat den Platz vor der VR-Bank in eine blühende Oase verwandelt.
Bernhard Lessle hat den Platz vor der VR-Bank in eine blühende Oase verwandelt.
Gärtnerin Wiktoria Mielczarek beim Ausputzen der Pflanzen. Der Platz soll auch bei Hitze und Trockenheit noch eine Pracht fürs Auge sein.

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