So haben Aalener Silvester gefeiert

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Im Kreis der Familie haben viele in Aalen und Umgebung Silvester verbracht und zum Beispiel Raclette gegessen wie hier zu sehen. Viele haben auch Angebote der Gastronomie aus der Region genutzt und Menüs oder kalte Platten bestellt. Symbolfoto: Oliver Giers

Corona hat alles verändert, auch die Art, wie die Menschen in der Region den Jahreswechsel verbracht haben. Lokalpromis und Gastronomen erzählen von ihrem Silvester.

Aalen

Silvester verlief für alle anders. Auf alte Gewohnheiten musste verzichtet werden, ebenso auf größere Treffen mit Freunden und Verwandten. Statt Silvestermenü im Restaurant gab es bei vielen das Menü aus der Profiküche am heimischen Esstisch.

Silvester bei Lokalpromis: Landrat Dr. Joachim Bläse feierte im kleinen Kreis. "Normalerweise verbringen wir den Jahreswechsel mit drei bis vier befreundeten Familien, mit einer Wanderung auf dem Kalten Feld, einem gemeinsamen Essen und Gesellschaftsspielen. Dieses Mal haben wir das alles zu zweit gemacht und übers Internet den Kontakt zu den Freunden gehalten", erzählt Bläse.

Ebenso beging Wolfgang Steidle, Aalens Erster Bürgermeister, den Jahreswechsel mit einem Familienabend, mit seiner Frau und den zwei Kindern im Eigenheim. "Normalerweise ist der Kreis größer, aber einmal geht das schon", sagt er.

Man habe gegessen, Gesellschaftsspiele gemacht und um Mitternacht ein Feuer auf der Terrasse entzündet. Beider Gedanken waren auch bei den Menschen, die gezwungenermaßen allein waren oder durch die Pandemie jemanden verloren hatten.

Josef Funk, Geschäftsführer und ACA-Vorsitzender, hatte sich am frühen Abend mit seiner Partnerin mit den Schwiegereltern seiner Tochter zu einem Spaziergang und einem Silvestermenü getroffen. Ab 20 Uhr verbrachten sie den Abend jeweils zu zweit zu Hause bei einem Glas Wein. "Um Mitternacht haben wir angestoßen und Freunden und der Familie übers Telefon und Skype ein gutes neues Jahr gewünscht", erzählt Funk.

Rund 60 Bestellungen sind eingegangen, was der Auslastung normaler Jahreswechseln im Restaurant entspricht

Andreas Högg "Wilder Mann" Wasseralfingen

Ebenfalls ruhig verlief Silvester bei Michael "Flex" Flechsler von den "Stumpfes" im Familienkreis. "Es war nicht anders als sonst", betont er. "Normalerweise spielen wir zwischen Weihnachten und dem 30. Dezember vier Konzerte am Stück, auch da war es dann an Silvester ruhig bei mir", sagt Flex.

So lief's bei der Gastronomie: Viele Gastronomen aus der Region haben Lieferservice oder Abholung angeboten – und diese waren sehr gefragt. So hatte Andreas Högg vom "Wilden Mann" in Wasseralfingen mit seinem Team ein viergängiges Menü auf Vorbestellung vorbereitet. Vorspeise und Dessert waren auf Tellern angerichtet, Suppe und Hauptgang mussten nach beigelegter Anleitung noch fertig gekocht werden. "Rund 60 Bestellungen sind eingegangen, was der Auslastung normaler Jahreswechseln im Restaurant entspricht", freute sich Högg.

Einen Lieferservice hatte Christian Hellriegel von der Aalener Bierhalle eingerichtet. Das Team bot zwei Menüvorschläge an. Aber auch Gerichte und Getränke von der Karte konnten bestellt werden. Über 130 Bestellungen gingen bis in den Abend hinein ein. Fünf Fahrer lieferten die Gerichte küchenwarm dann zu den Kunden.

Kalte Platten, individuell bestellt und angerichtet, gab es bei Michael und Brigitte Asbrock im "Läuterhäusle" in Unterkochen zur Abholung. Aus einer Vielzahl von Vorschlägen – Fleisch, Fisch, Gemüse und Salaten – konnte ausgewählt werden.

Abholen konnten die Kunden ihr Silvester-Raclette bei Martin Hald vom "Hirsch" in Neunheim bereits vor Silvester. Suppe und alle notwendigen Zutaten waren vorbereitet, ob verschiedene Käsesorten, Fleischspieße und -stücke, Gemüse, Dips, ein Dessert und vieles mehr. "70 Pakete haben wir vorbereitet", sagt Hald. Mit 100 Vorbestellungen für ihr "etwas andere Silvestermenü – to go" waren auch Johannes und Kerstin Ilg vom Gasthof Hirsch in Neuler zufrieden. Je nach Wunsch konnte abgeholt oder geliefert werden. Alle Gastronomen freuten sich, dass Stammgäste, aber auch Neukunden sie unterstützt haben.

Jürgen Eschenhorn

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